Das lange Warten hat ein Ende: Endlich gibt es wieder ein Heimspiel für die Sachsen-Anhalt-Liga-Handballer des SV Langenweddingen.

Langenweddingen l Nach sechs Auswärtsauftritten in Folge präsentieren sich die Schützlinge von Trainer Markus Deinert endlich wieder dem eigenen Publikum. Überhaupt wartet heute in der Sporthalle Am Heßberg auf alle Handballfans ein interessantes Programm, denn neben mehreren Nachwuchsspielen läuft auch die SVL-Frauenmannschaft am Abend ab 19.30 Uhr auf und empfängt in der Bezirksliga HT Halberstadt.

Höhepunkt des Tages ist aber zweifelsohne der Auftritt des ungeschlagenen Spitzenreiters. Dabei wartet auf den SVL mit der HSG Wolfen eine schwere aber auch lösbare Aufgabe. Nach dem Abstieg aus der Mitteldeutschen Oberliga spielte die HSG eine durchwachsene Hinrunde. Doch nach dem Jahreswechsel stehen hintereinander vier Siege auf dem Plan. Die Erfolge in Wittenberg, zu Hause gegen Staßfurt und Wernigerode waren dabei mehr oder weniger Plicht, doch der Doppelpunktgewinn vergangene Woche in Spergau bescheinigt den Wolfenern einen starken Lauf. Mit 18:12 Punkten liegen sie im vorderen Mittelfeld, der Anschluss an die Medaillenränge ist hergestellt. Die Gäste werden auf Wiedergutmachung nach der Hinspielniederlage sind. Beim Gastgeber scheint die Welt ebenfalls in Ordnung. Indem er auch die ganzen Auswärtsauftritte erfolgreich meisterte, ließ er Vorsprung auf die Verfolger auf mittlerweile neun Punkte anwachsen.

Eine Tabellensituation, die zum Träumen veranlasst, aber auf der sich die Deinert-Sieben nicht ausruhen darf. Wichtig dabei wird sein, mit welcher Einstellung der SVL die heutige und die kommenden Aufgaben angeht. SVL-Trainer Markus Deinert vertraut seinen Jungs: "Sicherlich muss ich das Team phasenweise bremsen, dennoch bin ich überzeugt, dass wir auch heute unseren Gegner absolut ernstnehmen. Wir haben nach langer Zeit mal wieder ein Heimspiel. Das wollen wir genießen. Sicherlich wird es heute kein Selbstläufer, doch in guter Besetzung, sollten wir punkten."

Auf welchen Kader der Trainer letztendlich zugreifen kann, steht noch nicht ganz fest. Einige Spieler sind angeschlagen, Sebastian Schneider hat sich an der Hand verletzt, Ricardo Schult fehlt arbeitsbedingt. Nichtsdestotrotz sollte es mit dem Heimsieg klappen. Der SVL wünscht sich für diese Aufgabe eine volle Halle und hofft auf große und lautstarke Unterstützung durch die eigenen Fans.