Heute Nachmittag kommt es in der Egelner Waldsporthalle zu einem echten Handball-Leckerbissen in Sachsen-Anhalts Oberhaus. Das Derby zwischen Germania Borne und Spitzenreiter SV Langenweddingen wird die Zuschauermassen anlocken.

Langenweddingen l War die Begegnung tabellarisch gesehen in der Hinrunde sogar noch ein echtes Spitzenspiel, welches der SVL aber am Ende relativ deutlich mit 31:19 gewann, so hat sich inzwischen das Blatt gewendet. Dies bezieht sich vor allem auf Germania, die mittlerweile mit 17:19 Punkten auf Platz acht im Niemandsland der Tabelle verschwunden ist.

Germania sorgte bisher für unerwartete Siege, aber auch unnötige Niederlagen, das Verletzungspech spielte dabei eine wichtige Rolle. Darauf wurde reagiert und mit Steffen Wartmann ein erfahrender Spieler reaktiviert. Wartmann, der viele Jahre in Staßfurt aktiv war und genau wie seine Nebenleute Steffen Halfpap, sowie Jens und Jörg Friedrich, die sogenannte Luft der Regional- und Mitteldeutschen Oberliga schnuppern konnte, macht die Germania noch gefährlicher.

Die Gastgeber verfügen über eine wurfgewaltige Angriffsreihe, die viel Erfahrung mitbringt. Neben Eigengewächs Christian Fink, wird vielen auch der Name Falk Hohmann, jahrelang Torjäger bei Lok Schönebeck, bekannt sein. Da kann es für den SVL nur heißen, 60 Minuten lang konsequent zu verteidigen.

Mit 36:00 Punkten auf Platz eins liegend, gehen die Schützlinge von Markus Deinert wie immer als Favorit ins Spiel. Gegenüber der Partie gegen den SV Seehausen bedarf es aber einer Leistungssteigerung. In allen Mannschaftsteilen muss man wieder zulegen, denn Borne besiegt man nicht so einfach im Vorbeigehen.

SVL-Trainer Markus Deinert: "Ganz klar müssen wir unser Hauptaugenmerk wieder auf unsere Deckungsarbeit legen. Das Zusammenspiel mit dem Torhüter muss passen, um in die Gegenstöße zu kommen. Im Angriff müssen wir geduldig sein, unsere Abschlüsse gut vorbereiten und dann so gut wie nichts weglassen. Borne wird es mit allen Mitteln versuchen, uns zu besiegen, daher dürfen wir uns nur nicht provozieren und von der wohlmöglich hitzigen Atmosphäre in der Halle beeinflussen lassen!"

Verzichten muss Deinert auf die verletzen Nick Bollmann und Sebastian Schneider. Sollte nicht noch ein Wunder passieren, wird auch Stefan Schult (Beruf) ausfallen. David Stolze wird ins Team zurückkehren ebenso wie Tino Bzdok, dagegen droht Kapitän Tim Heine krankheitsbedingt auszufallen. Das sind nicht die besten Vorrausetzungen für das Spiel, doch mit mannschaftlicher Geschlossenheit und - bedingt der kurzen Anreise - hoffentlich großer Unterstützung der eigenen Fans, wird der SVL im Derby bestehen.