Am Sonntag ging es für den Spitzenreiter SV Blau-Weiß Empor Wanzleben zum Derby nach Oschersleben. Die Gäste revanchierten sich dort für die Hinspielniederlage.

Oschersleben l Empor war durch die 0:1-Hinspielniederlage gewarnt und wollte wenigstens einen Punkt mit nach Hause nehmen. Vor dem Spieltag hatten die Blau-Weißen, sieben Spieltage vor Saisonende, acht Punkte Vorsprung auf Verfolger Blankenburg und jeweils zehn auf Oschersleben und Ilsenburg.

Beide Teams probierten von Spielbeginn an, aus einer sicheren Abwehr zu spielen. Dabei musste Empor in der zehnten Minute eine bittere Pille schlucken, denn nach einem scharfen Eckball des OSC war es ein Emporspieler, der den Ball in das Tor abfälschte. Empor knickte nach dem Rückstand aber nicht ein und kämpfte sich in das Spiel zurück. Kurz vor der Halbzeit wuchtete Erik Schulze den Ball per Abstoß in die gegnerische Hälfte. Jaime Horn setzte sich gegen beide Innenverteidiger des OSC durch und schoss vor der Halbzeit das wichtige 1:1.

Zu Beginn der zweiten Spielhälfte setzte sich Emporspieler Nick Neugebauer gut auf der linken Abwehrseite durch und seine Flanke wurde ebenfalls von einen OSC-Spieler in das eigene Tor abgefälscht, so dass es 1:2 stand. Empor kontrollierte jetzt das Spiel und arbeitete gut hinter dem Ball, so dass es für den OSC schwer war, präzise nach vorn zu spielen.

Eine Viertelstunde vor Schluss dann ein Freistoß für die Wanzleber aus halbrechter Position. Erik Schulze legte sich den Ball zurecht und hämmerte ihn aus 20 Metern voll in den Dreiangel. Empor führte 1:3. Danach ließen die Wanzleber die Uhr clever herunterlaufen und feierten so einen Derbysieg gemeinsam mit den Fans, die das Team unterstütz hatten.

Für die Wanzleber geht es in der Liga erst am Sonntag, 27. April, zu Hause gegen den aktuell Tabellenfünften Lok Aschersleben weiter. Bis dahin soll nichts dem Zufall überlassen werden, denn auch in den letzten sechs Spielen, muss Empor wach sein, um das Acht-Punkte-Polster sicher in das Ziel zu bringen.

"Das wäre eine Sensation, als wäre der SC Freiburg Deutscher Fußball Meister", erklärte das Trainerteam Reinhardt/ Merz/Horn. Trainer Patrick Horn würde im Falle der Meisterschaft mit der Vereinsfahne die 70 Kilometer von Wanzleben nach Bernburg laufen, wo am 22. Juni die letzte Partie gegen den TV Askania ansteht. Das war Inhalt einer Wette mit seinen Spielern in Bezug auf die Landesmeisterschaft.