Dank eines 35:27-Auswärtserfolges beim Weißenfelser HV 91 stehen die Sachsen-Anhalt-Liga-Handballer des SV Langenweddingen im Finale des Landespokals. Dort treffen sie auf die SG Kühnau und haben die Chance, nach dem Meistertitel auch den Pokalsieg einzufahren.

Langenweddingen l Der SVL musste in dieser Partie auf Torhüter Matthias Krüger (privat) und kurzfristig auch auf Christopher Ebert (Arbeit) verzichten.

Dennoch schien es für die Deinert-Sieben von Beginn an perfekt zu laufen. Mario Seifert und Matthias Scheller erzielten die 2:0-Führung. Die Deckung war hellwach und harmonierte sehr gut mit Schlussmann Michael Eisenkolb, der mit seinen Paraden viel Sicherheit ins Spiel brachte. David Stolze, Christian Stark und erneut Mario Seifert erhöhten auf 6:0. Egal welcher Spielzug oder welche Wurfvariante, es klappte nahezu alles. Kapitän und Spielmacher Tim Heine hatte stets die richtige Idee.

Weißenfels reagierte mit einer Auszeit und wollte den Lauf des SVL damit unterbrechen. Der HV 91 verteidigte nun offensiver und versuchte es zunehmend mit übertriebener Härte, welche zur Unzufriedenheit der Gäste von den Unparteiischen nur selten bestraft wurde. Alexander Rohr, Tim Heine und Mario Seifert erhöhten auf 10:2.

Eigentlich unnötig wurde danach zu hastig abgeschlossen und demzufolge auch das Rückzugsverhalten vernachlässigt. Schon war Weißenfels beim 10:5 wieder im Spiel. Zwar konnten Christian Stark und Tim Heine mit ihren Treffern zum 13:6 den Vorsprung wieder erhöhen, doch eine eigene Unterzahl ermöglichte dem Gegenüber einfache Treffer, so dass der Vorsprung zwischendurch beim 8:13 und 9:14 wieder etwas schmolz. Vor der Pause steigerten sich die Sülzetaler noch einmal, so dass es mit dem 9:16 in die Pause ging.

Ricardo Schult läutete die zweite Halbzeit mit dem 17:9 ein, David Stolze und Matthias Schröder trafen zum 20:12. Im Bewusstsein der sicheren Führung wurde viel probiert, dadurch blieb Weißenfels einigermaßen im Spiel und verhinderte ein eigenes Debakel.

Mario Seifert arbeitete weiter fleißig an seiner Trefferquote, er war trotz phasenweiser Manndeckung mit zehn Toren erfolgreichster Spieler. Die dadurch entstandenen Freiräume waren ganz nach Geschmack von Stefan Schult. Selbst in Unterzahl tankte er sich durch und traf zum 23:16. David Stolze, Ricardo Schult und Matthias Schröder trafen zum 25:18. Im Torrausch wurde die Deckung wieder etwas vernachlässigt und Weißenfels gestaltete mit einfachen Rückraumtreffern das Ergebnis erträglich. Als Mario Seifert das 30:21 gelang, war die Partie entschieden. Sebastian Schneider und Stefan Schult trafen zum 33:22, dem höchsten Vorsprung im gesamten Spiel.

Gegen Spielende blieben viele Chancen ungenutzt und Weißenfels verkürzte nochmals mit schnellen Kontertoren. Der SVL spielte sein Pensum locker herunter, gewann am Ende verdient mit 35:27 Toren und konnte mit seinen mitgereisten Fans feiern.

SV Langenweddingen: M. Eisenkolb, A. Tischmeyer - C. Bzdok, D. Stolze (7 Tore), C. Stark (2), R. Schult (2), S. Schneider (1), M. Scheller (1), M. Schröder (3), M. Seifert (10), T. Heine (4), A. Rohr (1), S. Schult (4).

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