Fußball l Wulferstedt (sgr)Im potentiellen Spitzenspiel der Landesklasse 3 hat sich der starke Titelanwärter Askania Bernburg II doch sehr deutlich gegen den Tabellenvierten aus Wulferstedt durchgesetzt. Germania hielt lange gut mit, war nach dem 1:2-Pausenstand sogar dem Ausgleich nahe. In der zweiten Halbzeit schraubte der effektive Gastgeber das Ergebnis auf einen um zwei Tore zu hoch ausgefallenen 5:1-Sieg hoch.

Das Fernrohr, mit dem die Verfolger das Spitzenduo der Staffel suchen müssen, wird inzwischen immer gewaltiger. Für Wulferstedt erfüllte sich nur die Vorgabe, den Favoriten ärgern zu wollen. Zu souverän ist der Lauf der Verbandsligareserve, die in der Rückrunde noch keine Punkte abgab. Wulferstedt buchte die erste Chance des Spiels: Nach einem Konter über Wolter verfehlte Brunke das Ziel (2.). Für Bernburg trafen Wendlandt per Kopf nach Eckstoß (8.), sowie Drachenberg (11.) und Donath (14.) jeweils aus über 20 Metern nicht ins Schwarze. Fritsche traf in der 17. Minute nur Aluminium. Bernburg war wie erwartet spielbestimmend, ohne sich zunächst entscheidend durchzusetzen. Das gelang erst Goalgetter Kollmann, der im Hinspiel bei seiner 0:1-Niederlage noch verzweifelte. Er setzte sich per Einzelleistung gegen vier Gegenspieler im Strafraum durch und netzte ein (32.). Das schnelle 2:0 drei Minuten später. Moye traf mit einem Flachschuss aus elf Metern nach einer Flanke von rechts. Doch Wulferstedt antwortete noch vor der Pause. René Jahn drosch einen Flachschuss aus 20 Metern vom linken Strafraumeck in die Maschen (41.).

Wulferstedt drängte in der zweiten Halbzeit auf den Ausgleich. Das ein und andere Mal zeigte sich der Favorit verlegen. Marcus Behrens köpfte nach toller Flanke knapp vorbei (50.). Die Anstrengungen wurden aber nicht belohnt. Tore erzielte schließlich doch nur noch die andere Partei. Nach dem 3:1 durch Braune (68.) waren die Messen für Wulferstedt gesungen. Die Konzentration konnte gegen die stark kombinierenden Titelanwärter nicht vollständig erhalten werden. Nochmal Kollmann (75.) und Moye in der Nachspielzeit, der nach Abpraller von Sievers abstaubte, trafen zum überaus deutlichen Sieg und bescherten Wulferstedt die höchste Saisonniederlage. Schmerzlich war diese allerdings weniger, denn dieses Spiel kann man einfach mal wegstecken und in der Tabelle hat sich aus Germania-Sicht nichts verändert.

Germania Wulferstedt: Sievers - Behrens, Buchholz, Dreyer, Brunke, Schrader, Frick (71. Stadler), Charwat (46. Jaffke), Wolter, Jahn (67. Reimann), Dilge.

Torfolge: 1:0 Kollmann (32.), 2:0 Moye (35.), 2:1 Jahn (41.), 3:1 Braune (68.), 4:1 Kollmann (75.), 5:1 Moye (90.+2).

Schiedsrichter: Roland Leps (Dessau-Roßlau). Zuschauer: 79.