Hornhausen (jüh) l Der TSV Hornhausen war mit den Gedanken noch in der Kabine, da gingen die Hadmersleber schon in Führung. Ein verlorenes Laufduell leitete das 0:1 ein, das Frehde in der ersten Minute erzielte. Sekunden später ein Fehlpass der Heimmannschaft und die große Möglichkeit für den Gast zu erhöhen. Ollendorf verhinderte mit einer Reflexbewegung jedoch das zweite Gegentor.

Für Hornhausen vergab Pelczynski nach Pass von Stasch die erste Möglichkeit in der neunten Minute. Danach hatte der Gast wieder eine riesen Möglichkeit, doch wieder war Ollendorf der Sieger. Für den Gastgeber vergaben dann Lehnert mit einem Fallrückzieher und Zutz mit einem Schuss zwei gute Gelegenheiten. In der 29. Minute wurden die Bemühungen der Hornhäuser belohnt: Lehnert erzielte mit einem Heber über den herauslaufenden Torhüter den Ausgleich. Stasch, nach einer Herbst-Vorlage, vergab die mögliche Führung (33.).

Die zweite Halbzeit begann mit einem Lattenschuss von Pelczynski und der Nachschuss-Möglichkeit für Planinc. Der Gast versiebte in der 48. Minute selbst aus drei Metern seine Gelegenheit. In der 53. Minute Tor für Hornhausen, aber die Schiedsrichter erkannten den Treffer nicht an, es gab Freistoß für Hadmersleben.

Was danach geschah, schilderten die Gastgeber wie folgt: Von nun an hatten die Unparteiischen das Spiel nicht mehr unter Kontrolle. Bei einem Zweikampf außerhalb des Strafraumes schlug Torhüter Ollendorf den Ball ins Aus und wurde danach vom gestreckten Bein eines Hadmerslebers getroffen. Ollendorf schubste diesen, der Gegenspieler ließ sich theatralisch fallen und erreichte, dass der Schiedsrichter die Rote Karte zeigte. Eine sehr harte Entscheidung aus Gastgeber Sicht. Libero Röhr nahm Ollendorfs Position ein. Drei Minuten später erkämpfte Planinc sich vor dem Hornhäuser Tor einen Ball, der Gegenspieler lief etwa 15 Meter hinterher und holte ihn mit einem üblen Foul von hinten von den Beinen. Nun kamen alle Hornhäuser angelaufen, bedrängten Schiedsrichter und den Spieler, der gefoult hatte. Als sie ihren Frust über dieses Foul abgelassen hatten, reagierte der Unparteiische: Rot für Röhr, Gelb für den Spieler, der gefoult hatte, und Gelb für Eggers, der sich beschwert hatte.

In Unterzahl erzielte der Gastgeber durch Bunge in der 82. Minute dennoch das 2:1 und gab damit die richtige Antwort. Die Hornhäuser müssen sich aber auch eine Mitschuld an den Geschehnissen vorwerfen lassen. So sollte man auf keinen Fall auf dem Platz reagieren. Am Ende hat man mit den Roten Karten und der Strafe, die folgen wird, dem Verein einen Bärendienst erwiesen.

Torfolge: 0:1 Frehde (1.), 1:1 Lehnert (29.), 2:1 Bunge (82.).

Besonderes Vorkommnis: Rote Karten für Ollendorf und Röhr (beide Hornhausen).