Zum dritten Mal nach 2009 und 2012 stehen die Sachsen-Anhalt-Liga-Handballer des SV Langenweddingen im Finale des HVSA-Landespokals. Dabei treffen die Schützlinge von Trainer Markus Deinert auf den Spitzenreiter der Verbandsliga Süd und bereits feststehenden Aufsteiger, die SG Kühnau.

Langenweddingen l Das Finale wird in Hin- und Rückspiel ausgetragen, wobei die Sülzetaler morgen um 16 Uhr zuerst Heimrecht genießen.

Musste man 2009 noch den Wittenbergern das Feiern überlassen, gelang 2012 in den Duellen mit der SG Spergau der erste Pokalsieg der Vereinsgeschichte. Nun soll es wieder klappen. Doch zuerst muss der SVL seine Hausaufgaben erledigen, sprich in eigener Halle vorlegen, um mit guter Ausgangslage am Sonntag ins Rückspiel zu starten.

Ein Duell zwischen beiden Teams gab es noch nie, doch in der kommenden Saison werden beide Mannschaften Kontrahenten in der Sachsen-Anhalt-Liga. Auch die SG Kühnau hat bereits die Meisterschaft perfekt gemacht und damit den Aufstieg ins Oberhaus Sachsen-Anhalts - mit nur einer einzigen Niederlage bisher.

Armands Uscins, lettischer Nationalspieler und langjähriger Kreisläufer beim Bundesligisten Dessau-Roßlau, wurde zu Saisonbeginn als neuer Trainer vorgestellt - eine Maßnahme, die fruchtete. Dank seiner Erfahrung steht das Team jetzt auf einem Platz, von dem es vor der Saison nur träumen konnte. Seine Philosophie vom offensiven und temporeichen Handball scheinen die Kühnauer verstanden zu haben.

Davon konnte sich SVL-Trainer Markus Deinert selbst überzeugen, war er doch am Sonntag noch Augenzeuge beim 28:26-Heimsieg der Kühnauer gegen den HC Burgenland II. Bleibt zu hoffen, dass Deinert gemeinsam mit seinem Team die richtige Antwort auf die Spielweise der Gäste geben kann. Zwar gehen die Sülzetaler vom Papier her als klarer Favorit in die Finalspiele, doch Deinert warnt: "Kühnau ist absolut nicht zu unterschätzen, sie stehen nicht umsonst mit einer Niederlage ganz vorne. Für uns kann es nur heißen, zu Hause ordentlich vorzulegen, denn in Kühnau kann es eng werden!"

Personell kann der Trainer wohl in beiden Partien aus den Vollen schöpfen, was ihn auch optimistisch stimmt: "Wir haben in dieser Saison bewiesen, dass wir mit voller Truppe unserer Favoritenrolle überall gerecht wurden. Eine Prognose zum Ausgang ist aber schwierig, denn im Pokal ist vieles möglich. Wichtig wäre zumindest ein Heimsieg, vielleicht sogar mit ein paar Toren Vorsprung."

Dazu braucht der SVL aber erneut seine tollen Fans. Die Halle muss von Anfang an hinter der Mannschaft stehen, denn alle haben jetzt gemeinsam ein weiteres großes Ziel vor Augen. Mit einer vollen Halle und lautstarker Pokalstimmung im Rücken, will man sich eine hervorragende Ausgangssituation für das Rückspiel verschaffen. SR: Näther/Mischinger (Naumburg).