Hötensleben l Am 26. Spieltag endete der Heimnimbus des SV Hötensleben, es setzte die erste Niederlage. Aber war diese wirklich nötig? Sicher nicht zwingend!

Marian Deicke eröffnete mit seiner Möglichkeit in der zehnten Minute eine Begegnung mit einer Vielzahl an Torchancen. Es wurde nie langweilig, weil die Gäste konsequent gegenhielten und vor allem durch Pusch immer gefährlich waren.

Deicke nutzte seine Schnelligkeit bei der nächsten Chance und erzielte in der 14. Minute den Führungstreffer. Die Gastgeber legten aber noch nicht nach, weil weitere Chancen ausgelassen wurden. Pusch nutzte in der 36. Minute die Freistoßchance zu einem fulminanten Tor. Psychologisch günstig erzielte Kremling in der 45. Minute den erneuten Führungstreffer und setzte den Schlusspunkt in der ersten Halbzeit.

Nach dem Wideranpfiff der Begegnung erzielte Thielecke in der 48. Minute den Treffer zum 3:1 und dies wähnte die Gastgeber und Zuschauer schon auf der Siegerstraße. Der Torschütze wurde wenig später aus taktischen Gründen ausgewechselt, weil seine zweite Gelbe Karte in der Begegnung drohte.

Dieser Wechsel wurde zum Wendepunkt in der Begegnung. Die taktische Ausrichtung der Mannschaft wurde nicht neu festgelegt. Die Mannschaft spielte ohne die Neubesetzung der Sechser-Position, es ging jegliche Absicherung verloren. Ein Impuls von außen wäre nötig gewesen. Die Gastgeber spielten viel zu offensiv und liefen in viele Konter. Die Staßfurter nutzten dies gnadenlos aus. Die Hötenselber Mannschaft konnte den Vorsprung nicht verwalten und der Spielfaden riss. Die Aktionen wurden hektischer, der Schalter konnte nicht wieder umgelegt werden. Die Gäste spielten clever und routiniert ihr Spiel, setzten auf Konter und nutzten dies konsequent aus. Die Heim-Elf war natürlich nach dem Abpfiff enttäuscht von einer Niederlage, die vermeidbar gewesen wäre. Schiedsrichter Pankow hatte mit der Begegnung nur wenig Probleme.

SV Hötensleben: Koch - Dörge, Künne, Kremling, Deicke (79. Schmidt), Winkler, Riedl, Arnold (46. Rzehaczek), Thielecke (49. Broß), Neubauer, Peine.

Torfolge: 1:0 Deicke (4.), 1:1 Pusch (36.)2:1 Kremling (45.), 3:1 Thielecke (48.), 3:2 Abram (55.), 3:3, 3:4 (Pusch (72., 81.).

Schiedsrichter: Pankow (Wernigerode) - Reddig/Gawantka.

Zuschauer: 90.