Bei der Hauptausschuss-Sitzung des Kreissportbundes in der vergangenen Woche ging der Vorstand auf einige Themen besonders intensiv ein, darunter die Rolle der Frauen im Sport, die Sportlerehrung und natürlich der Nachwuchs.

Landkreis l Unter dem Motto "Frauen engagieren sich" würdigt der Landessportbund das Engagement von Frauen in einigen Vereinen des Landkreises Börde. Für die sehr gute Arbeit des KSB Börde auf diesem Gebiet wurde ein Ehrungsbudget in Höhe von 300 Euro zur Verfügung gestellt. Der Geldpreis von je 50 Euro wurde an sechs Sportfreundinnen übergeben, die alle mit ihrem Wirken über Jahre den "Frauensportaktionstag", die Veranstaltungsreihe "Frauen fit im Ehrenamt", sowie die Frauensportarbeit im eigenen Sportverein unterstützt haben: Alexandra Cop (SSV Samswegen), Beate Wolf (Schützenverein Wolmirstedt), Karsta Schmidt (SSV "Enorm in Form" Wolmirstedt), Ingrid Wille (TSV 1874 Barleben) Jaqueline Prein (Haldensleber Sportclub) und Anke Frohn (SV Pädagogik Wolmirstedt), die darüber hinaus als Frauenwartin des Präsidium des KSB eine hervorragende Arbeit leistet.

Sportlerehrung

Es wird auch in diesem Jahr die Ehrung der Sportler des Jahres geben. Darauf haben sich die Partner dieser Veranstaltung klar verständigt. Nach zwei Veranstaltungen im Gesellschaftshaus in Haldensleben, wird es in diesem Jahr einen neuen Ort der Durchführung geben. Auch die Form wird sich verändern.

Volksbank und Kreissportbund haben sich darauf verständigt, die Vereine noch intensiver einzubeziehen und auch eine gewisse Belohnung einer erfolgreichen Arbeit zu praktizieren. Vorgesehen ist zum Beispiel dem Verein des Siegers jeder Kategorie einen nicht unerheblichen finanziellen Bonus zukommen zu lassen. Die Form der Ehrungsveranstaltung wird sich ebenso verändern, wie der Ablauf an sich.

Die Partner der Sportlerehrung sind zur Zeit auf der Suche nach Sponsoren, um das Vorhaben umsetzen zu können. Den Löwenanteil an der Finanzierung trägt nach wie vor die Volksbank.

Nachwuchsleistungssport

Die Berufung von zehn Landes-Leistungsstützpunkten mit mehr als 130 durch den jeweiligen Landesfachverband bestätigten Kadern zeigte die gute Arbeit in den Leistungszentren im Landkreis Börde. Lobenswert ist das wöchentliche Angebot von zwei bis fünf Trainingseinheiten.

Die Übungsleiter leisten hier eine sehr gute Arbeit. Die Betreuung bei Wettkämpfen - im Jahr sind es zwischen 25 und 45 Tage - zeigt die große Einsatzbereitschaft der Übungsleiter in den Vereinen. Es ist ungemein wichtig, den in den Stützpunkten ehrenamtlich Tätigen einen besonderen gesellschaftlichen Respekt zu zollen.

Vorbildlich ist die Kadererfüllung im Radsport und in der Leichtathletik, wo es 20 bis 30 Norm-Erfüller im Kaderbereich gibt. Ziel- und Aufgabenstellung der Stützpunkte muss sein, die Anforderungen als Leistungsstützpunkt für die Jahre 2015 und 2016 mit einer Delegierung in ein Leistungszentrum oder einer Medaille bei Deutschen Meisterschaften zu erreichen.

Ein besonderer Höhepunkte im Jahr ist die Ehrung der erfolgreichsten Nachwuchssportler, bei der Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Sport die Landesmeister und Medaillengewinner bei überregionalen, deutschen und internationalen Meisterschaften auszeichnen. Die Landesleistungsstützpunkte hoffen auf die weitere vertrauensvolle Unterstützung und unbürokratische Förderung insbesondere durch den Landkreis Börde.

Wie geht es weiter?

Auch in Sachsen-Anhalt wurden die Resultate der Internationalen Meisterschaften und bei den Olympischen Spielen kritisch analysiert. Die Neueinteilung der Sportarten nach Schwerpunkten war eine Konsequenz. Eine weitere war die Einrichtung der Stelle eines Leistungssport-Direktors beim LSB. Diese Stelle wurde durch Torsten Kunke besetzt. Ein wichtiger Punkt seiner Tätigkeit wird die Umsetzung der gemeinsamen Vereinbarung zwischen Ministerium für Inneres und Sport, dem Kulturministerium sowie dem Sportlehrer Verband und dem LSB zur Talentfindung und -förderung sein.

Ein Test in allen 3. Klassen der Grundschulen, die Auswertung der Ergebnisse an einer Universität, die Rückgabe der Resultate über die Schüler an die Eltern und die darin enthaltene Empfehlung für eine bestimmte Sportart in einem bestimmten Verein der Region soll perspektivisch für neue Talente im Sport und deren Ausbildung sorgen.

Die Einrichtung von Talentgruppen für eventuell nicht vorhandene Möglichkeiten in den örtlichen Vereinen soll dazu dienen, möglichst alle Kinder weiter zu betreuen. Positiv auch die Empfehlung, aus der Ergebnisanalyse heraus an bestimmte Kinder sich überhaupt einmal sportlich zu betätigen. Ab 2015 soll der Auftakt in drei Kreisen (Halle, Mansfeld-Südharz und Wittenberg) stattfinden. Ab 2016 folgen weitere drei Kreise und ab 2017 sollen alle Kreise dieses Sichtungssystem mit Leben erfüllen.