Einen großen Umbruch gibt es zur neuen Saison beim Verbandsligisten Oscherslebener SC. Mit dem neuen Trainergespann um Coach Mirko Sauerbach kommen auch elf neue Spieler in die Bodestadt.

Oschersleben l Viele neugierige Zuschauer und Sponsoren hatten sich am Mittwochabend eingefunden, um beim Trainingsauftakt einen ersten Blick auf die Neuen zu werfen. Es waren zwar noch nicht alle anwesend, dennoch begrüßten Sauerbach, sein Co-Trainer Gerald Kah und die Mannschaftsleiter Lutz Hilliger und Benno Laczkowski insgesamt 18 Spieler.

Die elf Neuzugänge (Vorstellung im Infokasten rechts) haben bis auf eine Ausnahme alle bereits in Irxleben unter Sauerbach gespielt. Das ist insofern gut, als dass eine lange Einspielphase wohl ausbleiben wird, man kennt sich. Natürlich birgt der Wechsel einer fast kompletten Mannschaft aber auch Gefahren. Bisherige Stammspieler müssen um ihre Stellung bangen, zudem steht die Frage im Raum: Was passiert, wenn die Irxleber den OSC wieder verlassen sollten?

Darauf angesprochen versucht Sauerbach diese Ängste zu nehmen: "Daran habe ich noch keine Sekunde gedacht, einfach weil ich etwas vorhabe in Oschersleben. Ich werde keine großen Versprechen abgeben und dann nach einem halben Jahr schon wieder meinen Weggang ankündigen, wie es bei anderen Trainern in anderen Vereinen der Fall war. Wichtig ist, dass man ehrlich miteinander umgeht und das auch umsetzt, was man sich vorgenommen hat. Natürlich kann es Rückschläge geben, aber ich bin hier nicht hergekommen, um einfach mal ein Jahr lang zu sehen, was so passiert. Dann könnte ich meine Freizeit auch sinnvoller verbringen. Den alteingesessenen Spieler kann ich nur raten, sie sollen nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern den Kampf annehmen." Dass die Qualität der Neuen stimmt, sie also nicht nur eine zahlenmäßige Verstärkung sind, zeigte sich in der Landesliga-Saison 2013/14, in der der SVI den dritten Platz belegte. Dort spürte Sauerbach nach seiner Aussage nach vielen Jahren aber kein Vertrauen mehr. Deshalb der Wechsel.

Den Neuzugängen stehen allerdings auch schon einige Abgänge gegenüber, die den Umbruch komplett machen. Die Schwanebecker Ronny Rokitta, Gabriel Lorenz und Dries Barner haben sich abgemeldet, es sollen Gespräche mit dem TSV Völpke laufen. Steffen Zacher geht nach Hötensleben, Matthias Heitmann nach Hausneindorf, Ralf Born nach Kroppenstedt und Matthias Schulze zu Einheit Wernigerode. Thomas Klare, zuletzt auch nur noch in der Zweiten aktiv, beendet seine Laufbahn und wird Trainer der Reserve.

Das erste Testspiel absolvierte der OSC bereits gestern Abend beim SV Hötensleben. Ein Bericht folgt.

   

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