Blau-Weiß Neuenhofe spielte in der abgelaufenen Fußball-Landesklassensaison eine starke Rückrunde und entledigte sich so frühzeitig aller Abstiegssorgen. Volksstimme-Sportredakteur Christian Meyer unterhielt sich mit Trainer Fabian Lenkeit über die Gründe für den Aufschwung und die kommende Saison in der Staffel II.

Volksstimme: Wie bewerten Sie die abgelaufene Saison?

Fabian Lenkeit: Die Saison war nicht einfach für uns. Durch die vielen Langzeitverletzten mussten wir ständig mit wechselndem Personal die Spiele bestreiten. Meine Mannschaft spielte ständig am Limit. Sportlich sensationell, dass wir mit so großem Abstand zu den Abstiegsrängen dann zum Ende eingelaufen sind.

Volksstimme: Was waren die Gründe für den Aufschwung in der zweiten Halbserie?

Lenkeit: Ich denke, der Zusammenhalt in der Truppe. Das "Wir-Gefühl" war die große Stärke. Natürlich standen wir auch als Mannschaft besser in der Defensive, mussten vorne daher weniger Tore schießen, um Zählbares mitzunehmen.

Volksstimme: Was hat ihnen gefallen? Wo sehen Sie Verbesserungspotential?

Lenkeit: Gefallen hat mir, dass sich jeder zu einhundert Prozent eingebracht hat. Das war wichtig für den Erfolg am Ende. Zur neuen Saison müssen wir noch mehr Härte in den Zweikämpfen zeigen, das heißt die defensive Einstellung muss von Anfang an stimmen, vor allem auswärts.

Volksstimme: Welche Spieler haben dich am meisten überzeugt?

Lenkeit: Da gibt es einige. Namentlich möchte ich hier Michel Hollweg nennen. Er ging mit gutem Beispiel voran, setzte sich voll ein, trotz großer Schmerzen, haute er alles raus, was drin war.

Volksstimme: In welchem Spiel habt ihr eure beste Saisonleistung abgerufen? Wo die schwächste?

Lenkeit: Stärkste Leistung? Besser, wo war der Wendepunkt? Meiner Meinung nach das Auswärtsspiel in Krevese, wo wir mit einer absoluten Notelf aufliefen und uns ein 0:0 erkämpften. Unsere schwächste Leistung haben wir in Havelberg gezeigt. Da wurden wir böse verhauen.

Volksstimme: Wie läuft die Vorbereitung bisher?

Lenkeit: Sie verläuft ganz gut soweit. Die Jungs trainieren ordentlich mit, alle ziehen an einem Strang. Leider sind immer noch nicht alle Verletzten wieder im Mannschaftstraining. Hoffentlich kommen sie bald wieder zurück. Genannt seien hier die Spieler Spillker, Kosel, Friedrich und Swiderski.

Volksstimme: Gibt es personelle Veränderungen im Kader?

Lenkeit: Ja, gibt es. Hannes Krüger ist aus Wolmirstedt gekommen. Tim Schubert (aus der eigenen Jugend) wird langsam an den Herrenbereich herangeführt.

Volksstimme: Sind Sie froh in der Staffel II zu spielen? Wo liegen die Unterschiede zur Staffel I?

Die Unterschiede liegen wohl in den äußeren Rahmenbedingungen. Gerade in Magdeburg müssen wir oft auf Kunstrasen spielen, dass war in der Landesklasse 1 nur in Letzlingen möglich. Außerdem denke ich, wird dort gepflegtes Kurzpassspiel gespielt. Deswegen ist es wichtig, eine defensive Grundordnung zu haben.

Volksstimme: Was ist ihr Saisonziel?

Lenkeit: Wie jedes Jahr der Klassenerhalt!

Volksstimme: Auf welches Spiel freuen Sie sich am meisten?

Lenkeit: Die Derbys gegen Santos. Vor allem ich, der seine Wurzeln in Schackensleben hat. Spaß beiseite, Derbys haben immer ihren besonderen Reiz. Ich wünsche Santos natürlich, dass sie ihre sportlichen Ziele für die kommende Saison 2014/15 realisieren können.