Wulferstedt l Wulferstedt legt auswärts einen Traumstart hin, bleibt Staßfurts Angstgegner. Auch im dritten Aufeinandertreffen gibt es für den SV 09 gegen Germania nichts zu holen. Dieser Wulferstedter Sieg war aber alles andere als selbstverständlich. Gegen einen stark loslegenden Gastgeber überstand die Wagner-Elf die ersten 25 Minuten mit Glück und Geschick. In der zweiten Halbzeit sicherte sich Wulferstedt dann mit einer taktischen Meisterleistung verdient die drei Punkte.

Trainer Marco Wagner: "Ein Kompliment an die Jungs, dass sie hier so diszipliniert aufgetreten sind, die Ruhe bewahrt haben, in der zweiten Halbzeit die taktische Linie umsetzten und so gegen den starken Gastgeber kaum noch etwas zugelassen haben. Den schönen Auftakt genießen wir erstmal."

Nach Anpfiff verschaffte sich Staßfurt sofort Respekt, erspielte sich mit ballsicherer Marschroute tolle Möglichkeiten. Lars Buchholz (1.) und Fabian Dilge (10.) mussten in höchster Not klären. Nachdem der Gastgeber vorne mehrfach sündigte, mitunter im konzentrierten Philipp Beisch seinen Meister fand, plötzlich die erste Chance für Wulferstedt - und gleich eine Hundertprozentige: Stadler sicherte sich kämpferisch den Ball, nahm Fahrt auf und war plötzlich frei vorm Torhüter. Der machte sich groß und parierte den straffen Schuss (32.).

Während Wulferstedt nach Wiederanpfiff die Konzentration hoch hielt, weiter sehr gut stand, taten sich in der Staßfurter Defensive plötzlich Lücken auf. Robert Dreyer sah das, spielte schnell einen langen Ball auf Philipp Jekal. Der war plötzlich frei durch, wurde aber vom Schlussmann abgeräumt. Den fälligen Elfmeter verwandelte Stadler sicher zum 1:0 (51.). Dreyer bekam einen Eckball genau auf den Kopf serviert und konnte den Ball wuchtig köpfen, doch flog der genau auf den Keeper (64.). Staßfurt setzte voll auf Angriff. Wulferstedt gelang aber das Meisterstück, so gut wie gar nichts mehr zuzulassen. Der SV 09 lief sich tot - und verlor einmal die Nerven. Für eine Tätlichkeit musste Patrick Lissek frühzeitig zum Duschen (69.). Die Vorentscheidung besorgte der frisch eingewechselte Burghardt. Ebenfalls allein auf freier Flur tunnelte er den Torhüter zum 2:0 (80.). Wulferstedt brachte das Ergebnis konzentriert über die Zeit.

Germania Wulferstedt: Beisch - Behrens, Buchholz, Dreyer, Brunke (88. Klosa), Zabel (84. Reimann), Jekal (78. Burghardt), Charwat, Stadler, Jahn, Dilge.

Torfolge: 0:1 Stadler (51.), 0:2 Burghardt (80.).

Besonderes Vorkommnis: Rote Karte für Patrick Lissek (Staßfurt, 69.) nach Tätlichkeit.

Schiedsrichter: Mathias Rommel (Bernburg).