Wulferstedt l Nichts zu bestellen gab es für die Grün-Weißen bei den stabilen Wulferstedter Germanen. Das Spiel war bereits in der ersten Halbzeit so gut wie vorentschieden. Der verdiente 3:0-Endstand ist Folge von 90 Minuten Wulferstedter Besessenheit, während Ilsenburg über erfolgloses Bemühen nicht hinauskam.

Ilsenburgs Mannschaftsleiter Jürgen Schröder nach dem Spiel treffend: "Bei Wulferstedt war Disco, bei uns nur Friedhof. Wir ließen es an echter Geilheit fehlen und kamen nicht einmal in die Situation, dem Gastgeber weh zu tun." Aus dem Spiel heraus kam in der Tat nicht ein gefährlicher Torschuss auf den Kasten von Philipp Beisch, während Ilsenburgs Schlussmann vom Anpfiff weg beschäftigt war, und zur tragischen Figur wurde: Patrick Schimkat musste durch krasse Fehler die Verantwortung aller drei Wulferstedter Treffer übernehmen. Die bereits spielberechtigten Neuzugänge des FSV, von denen Lozinski und Salajka aufliefen, blieben außerdem blass. Wie auch anders, schließlich fehlte es an Abstimmung und Spielpraxis mit den Kollegen.

In der sechsten Minute klingelte es bereits: Schimkat stürzte heraus, ging aber statt auf den Ball nur auf den Körper von Robert Dreyer. Der berappelte sich wieder und spitzelte den vor ihm freien Ball ins leere Tor. Die Wulferstedter Entschlossenheit erhöhte den Druck auf Grün-Weiß. Nach starker Zabel-Vorarbeit war die linke Klebe von René Jahn die Möglichkeit für Schimkat, sich auszuzeichen - Glanztat (8.). Harring mit einem 25-Meter-Freistoß knapp über den Balken (20.) und aus 18 Metern knapp vorbei gezielt (25.), sowie Hentschels Kopfball ans Lattenkreuz (42.) und Lozinskis dankbarer Freistoß (43.) - mehr kam von Ilsenburg nicht.

Statt dessen erhöhte Wulferstedt. Als ein Jahn-Freistoß sich genau auf den Elfmeterpunkt senkte, wieder Probleme für den Torhüter. Er hielt den Ball nicht fest und Daniel Brunke staubte zum 2:0 ab (30.). Riesentat dagegen von Schimkat bei einem abgefälschten Jahn-Freistoß, den er noch unglaublich entschärfte, obwohl er schon im falschen Eck lag (36.). Als Christian Reimann aus vollem Lauf vom linken Flügel einfach mal abzog, schlug es zum 3:0 ein (37.)

Zur zweiten Halbzeit wechselten beide Mannschaften. Ilsenburg erlöste Schimkat, Christian Richter kam für ihn. Der zweite Durchgang ist schnell erzählt. Wulferstedt blieb dran, hatte mehrmals das 4:0 auf dem Fuß. Von Ilsenburg aber kaum noch eine echte Chance.

Das Spiel war hitzig, dennoch jederzeit im fairen Rahmen. In der 79. Minuten gerieten Philipp Jekal und Andy Hentschel aneinander. Schiedsrichterin Schweinefuß zeigte beiden gelb, nur mit dem Unterschied, dass es Jekals erste und Hentschels zweite Gelbe war. Der Ilsenburger durfte die Partie nicht zu Ende spielen.

Wulferstedt legt mit 5:0 Toren und sechs Punkten den besten Start der Vereinsgeschichte hin und freut sich auf den Derby-Sonntag in Hötensleben am 24. August.

Germania Wulferstedt: Beisch - Behrens, Brunke, Charwat, Dilge, Buchholz (75. Klosa), Reimann, Stadler, Zabel (69. Wolter), Jahn, Dreyer (46. Jekal).

GW Ilsenburg: Schimkat (46. Richter) - Bräunel, Hentschel, Lozinski, Reuss, Salajka, Fabich, Berndt, Treziak (75. Kremling), Maneke (46. Weber), Harring.

Torfolge: 1:0 Dreyer (6.), 2:0 Brunke (30.), 3:0 Reimann (37.).

Besonderes Vorkommnis: Gelb-Rote Karte für Andy Hentschel (Ilsenburg, 79.).

Schiedsrichterin: Miriam Schweinefuß.

Zuschauer: 148.