Der Haldensleber SC hat sein Punktspiel gegen die favorisierten Preussen aus Magdeburg mit 1:0 gewonnen und fährt somit die ersten drei Meisterschaftspunkte in der jungen Saison ein. Torschütze des goldenen Treffers war René Hasse in der 63. Minute.

Haldensleben (mke/hwk) l 14 Tage ist es her, als der HSC im Landespokal gegen die Gäste aus der Landeshauptstadt mit 2:6 eine fußballerische Lehrstunde erhielt. Auch aus diesem Grunde hatten wohl die Wenigsten erwartet, was sich am Sonntag im HSC-Waldstadion abspielen sollte.

Der Gastgeber zeigte sich von Beginn an griffiger, einsatzstärker und vor allem enger am Mann stehend, ebend die taktische Grundvoraussetzung, um gegen das Spitzenteam von Preussen Magdeburg ins Spiel zu kommen. Trotzdem vergingen 25 Spielminuten ohne Höhepunkte. In der 26. Minute der erste Aufreger und Glück für den HSC, als gleich drei Akteure des Gastes an HSC-Torhüter Switala und dessen Vorderleuten scheiterten. Wenige Minuten später, die Zeitnahme wies die 34. Minute aus, verpasste es der Preusse Göres per Kopf völlig freistehend, sein Team in Führung zu bringen, zuvor klatsche der Ball noch an die Querlatte. Auch ein Freistoß des Preussen-Kapitäns, der unmittelbar vor der Halbzeit nur sehr knapp am HSC-Gehäuse vorbeistrich, unterstrich die optische Überlegenheit, die sich die Gäste im Laufe der ersten Halbzeit erobert hatten.

Der HSC behielt dennoch die Übersicht und seine Grundordnung bei. Angeführt von einem stark spielende Tim Girke und Phillip Siebert sowie einem souverän aufgelegten Switala im Tor wurden die Reihen in der eigenen Hintermannschaft ständig neu geschlossen und sicherten zum Pausenwechsel ein achtungsvolles Remis.

Die zweite Spielhälfte machte deutlich, dass die Schützlinge von HSC-Trainerfuchs Roland Zahn sich nicht nur auf die Defensive verlassen wollten und konnten. In der 55. Minute bekamen seine Akteure ihre erste klare Möglichkeit, das Geschriebene zu unterstreichen, als im Anschluss an einen Konter Hasse auf Clemens Berlin ablegte, der im Abschluss aber am Schlussmann der Sudenburger scheiterte.

Das Spiel beider Teams nun sehr offen - es war Feuer im Spiel. Nachdem Gästeschlussmann Ebeling in der 61. Minute noch gegen den Haldensleber Burger erfolgreich klären konnte, war er machtlos, als Rene Hasse in der 63. Minute - nach technisch sauberer Ballannahme - ins untere linke Eck des Preussen-Tores zum 1:0 für seinen HSC traf. Es folgten wütende Angriffe des Favoriten mit einigen klaren Tormöglichkeiten, denen sich die Spieler um Kapitän Chris Markstein mit einer geschlossenen Mannschaftsleitung entgegenstellten. Preusse Röhl verzog nach 70 Minuten nur knapp und ein Freistoß seines Teams klatschte an Switalas Torgebälk. In diese Druckperiode hinein die Chancen des HSC, eingeleitete Konter gegen in der Abwehr entblößte Gäste erfolgreich zu Ende zu spielen, nach 80 und 90 Spielminuten. Preussens Ebeling blieb in beiden Situationen erfolgreich.

Erfreulich das Comeback des wieselflinken Thomas Gießmann, der zur Spielmitte nach über einjähriger Verletzungspause den abermals tapfer kämpfenden und angeschlagenen Hieronymus ersetzte. Als der Unparteiische Tuchen das Spiel abpfiff, lagen sich die zahlreichen jungen HSC-Spieler überglücklich und erschöpft in den Armen, wohlwissend, dass sie mit hoher mannschaftlicher Moral, Geschlossenheit und taktischer Disziplin noch so manchen wichtigen Verbandsligapunkt erringen werden.

HSC: Switala - M.Helmecke, Siebert, T.Girke, Markstein - Mäde, Hieronymus (58.Gießmann), Burger, Mühlisch (80.Strauß) - Berlin (86. D.Helmecke), Hasse.

Tor: 1:0 Hasse (63.).

Zuschauer: 122.