Langenweddingen (sbr) l Nach einjähriger Abstinenz kommt es heute Abend in der Sachsen-Anhalt-Liga im Handball der Männer wieder zum alten und ehrwürdigen Klassiker zwischen der einheimischen TSG Calbe und den Gästen des SV Langenweddingen.

Ein echtes Spitzenspiel was da auf die vielen Zuschauermassen wartet, wenn um 17 Uhr der aktuelle Tabellensechste auf den amtierenden Landesmeister und derzeitig erneuten Tabellenführer trifft. Nachdem es die TSG eine Saison lang in der Mitteldeutschen Oberliga versuchte und dort auch einen ordentlichen Eindruck hinterließ, musste man sich am Ende doch mit dem direkten Wiederabstieg begnügen. Dennoch scheint das Team dadurch noch mehr gefestigt, der Stamm ist seit Jahren der gleiche und hervorragend eingespielt. Sicherlich werden sie auch in dieser Spielzeit wieder um die Medaillenplätze mitspielen.

Namen wie Hulha, Kralik oder Sowa sind dem SVL natürlich noch bekannt, hinzu kommt mit Torhüter Andreas Wiederholt ein ganz starker Rückhalt. Einzig Christian Hübner wird wohl fehlen, der hatte am vergangenen Sonntag im Spiel beim BSV 93 kurz vor Ende Rot gesehen, demzufolge wird Hübner wohl gesperrt sein. Mit Sicherheit ein Verlust, doch die TSG ist erfahren genug, wird jede Baustelle zu kompensieren wissen.

In der Vorwoche musste man sich beim BSV mit einem 20:20 zufrieden geben, Trainer Peter Weiß haderte vor allem mit der Offensivleistung seines Teams, zählte erstaunliche 31 Fehlwürfe, lobte aber dagegen das Deckungsverhalten, durch das sich die TSG wieder ins Spiel zurückkämpfte.

Deinert erwartet Hexenkessel

Aber dies bedeutet ja für die Gäste nichts Unbekanntes, was auch SVL-Trainer Markus Deinert so sieht: "Ich erwarte eine ganz schwere Aufgabe für uns. Calbes variantenreiches Angriffsspiel, sowie ihr schnelles Umschalten müssen wir unterbinden. Wenn wir in der Deckung wieder über uns hinaus wachsen und somit in unsere Gegenstöße kommen und dann im Torabschluss so gut wie nichts weglassen, dann können wir auch in Calbe bestehen. Außerdem dürfen sich meine Jungs nicht von dem zu erwartenden Hexenkessel verrückt machen lassen", so der Langenweddinger Trainer, der seiner Mannschaft aber aus Krankheitsgründen nicht zur Verfügung stehen wird. Personell gesehen, scheint der SVL aber recht ordentlich aufgestellt zu sein. Einzig Ricardo Schult (Urlaub) und Nick Bollmann (Schulter-OP), sowie der weiterhin verletzte Matthias Krüger werden fehlen, alle restlichen werden wohl auflaufen können. Der SVL will jedenfalls versuchen, mit einem Auswärtssieg weiter im Spitzenfeld der Tabelle zu verweilen und an die erfolgreichen Leistungen aus der vergangenen Saison anknüpfen. Vielleicht erhält das Team auf Grund der kurzen Anreise erneut eine große Unterstützung seiner treuen Fans, zumal es im Anschluss an die Partie noch das Aufeinandertreffen beider Reserveteams gibt.