Endlich ein Dreier für den OSC: Ein Freistoß von Tom Freisleben hat am Sonnabend das Kreisderby der Sportclubs zugunsten der Gastgeber entschieden.

Oschersleben l Die Oschersleber straften mit ihrem Erfolg die "Fußball-Experten" im Internet (fupa.net) ab, die zu mehr als 80% auf einen Sieg der Haldensleber gewettet hatten.

"Wir haben uns endlich für eine gute Leistung belohnt. Das war nach den drei Niederlagen so wichtig. Ich habe den HSC schon zweimal gesehen in dieser Saison. Er hat die beste Abwehr der Liga, hat gegen Piesteritz und Preussen jeweils ein 1:0 über die Zeit bekommen. Unser Ziel war es, diese Abwehr zu knacken - und das ist uns gelungen!"

Mirko Sauerbach, Trainer OSC

Die Freude war bei den Gastgebern nach dem Abpfiff riesengroß. Zuletzt gingen sie trotz ansprechender Leistungen immer wieder leer aus, standen selbst nur auf Rang zehn, während die Haldensleber als Dritter anreisten.

Gegen einen defensiv ausgerichteten Gegner starteten auch die Oschersleber auf dem hervorragend präparierten Geläuf vorsichtig. Spannung kam in Halbzeit eins dadurch fast nur bei Standardsituationen und in der Druckphase des OSC kurz vor der Pause auf.

"Für mich war das ein typisches 0:0-Spiel. Wir wollten auf Konter setzen, sind aber nicht ins Spiel gekommen, waren einfach zu nervös. Mit unserer Defensivarbeit hatten wir eigentlich einen Punkt verdient. Aber so ist das eben in so einem Spiel: Wer zuerst einen Fehler macht, der verliert."

André Linzert, Co-Trainer HSC

Zunächst hielt Florian Switala bei Möglichkeiten des fleißigen Kai Druschky das 0:0 noch fest. Nach dem Seitenwechsel war der Keeper dann geschlagen, als der von der Mauer abgefälschte Freistoß von Freisleben zum 1:0 einschlug (50.).

Nun hätten die Haldensleber mehr tun müssen. Ihnen fiel in der Offensive gegen die sichere OSC-Abwehr, in der rechts Thomas Klare - inzwischen Trainer der Zweiten - reaktiviert worden war, aber nichts ein. HSC-Torjäger René Hasse trat nicht in Erscheinung. Am Ende versuchte es HSC-Coach Roland Zahn mit seinem altbekannten Trick, einen Spieler beim Abstoß ins - dann nicht vorhandene - Abseits zu stellen. Allerdings kam der Ball dort nie an. So blieb ein Schubser von Tim Girke gegen Tino Ahlemann, der in der 80. Minute die Rote Karte zur Folge hatte, die einzig aufregende Aktion der Haldensleber.

Auf Oschersleber Seite hatten zum Beispiel Martin Zander mit einem Kopfball nach einer Ecke und Druschky mit einem schönen Schuss Möglichkeiten zu erhöhen. Das wäre dann aber auch zuviel des Guten gewesen, noch einmal ließ sich der HSC nicht überwinden.

Mit dem Selbstvertrauen, das dieser Sieg gibt, reisen die OSC-Kicker bereits am Freitag zum nächsten Punktspiel nach Amsdorf. Anpfiff ist dort beim 1. FC Romonta um 14 Uhr.

Oscherslebener SC: Koch - Klare, Freisleben, Jordan, Sacher (75. Gerwien), Pohlmann, Beck, Rasch, Tino Ahlemann, Zander, Druschky (90. Voigt).

Haldensleber SC: Switala - Siebert (46. Helmecke), Mäde (55. Mühlisch), Markstein, Hasse, Girke, Berlin, Burger (66. Kania), Helmecke, Gießmann, Kotulla.

Tor: 1:0 Freisleben (50.).

Schiedsrichter: Magnus-Thomas Müller - Thomas Thruhn, Jens Rosenbaum.