Hötensleben (hjs) l Der SV Hötensleben hat im Spiel bei Schwarz-Gelb Bernburg den Bock der Auswärtsmisere nicht umgestoßen. In einer zerfahrenen Begegnung zweier schwacher Mannschaften, die in diesem Spiel kein Landesklasseniveau zeigten, setzten sich am Ende die Gastgeber nicht unverdient mit 3:0 (1:0) durch.

In der Anfangsphase, in der sich beide Teams neutralisierten, gab es zwei erwähnenswerte Situationen. In der siebten Minute verzog der Mittelstürmer der Hausherren den Ball aus aussichtsreicher Position im Strafraum, ohne dass Gästetorhüter Koch eingreifen musste. Zehn Minuten später hatte Deicke die Möglichkeit, seinen SVH in Führung zu bringen, nachdem er sich im Strafraum gut durchsetzte, letztlich aber am Torhüter und Abwehrspieler scheiterte. Nach einem Zweikampf im eigenen Strafraum zwischen Kevin Doerge und seinem Gegenspieler entschied der Unparteiische in der 20. Minute auf Elfmeter für die Hausherren. Knopp verwandelte nach Wiederholung zum 1:0.

Danach zogen sich die Gastgeber in ihre eigene Hälfte zurück und warteten auf Kontermöglichkeiten. Der SVH hatte zwar viele Ballkontakte und ein optisches Übergewicht, zwingende Torchancen sprangen aber nicht heraus, weil es am erforderlichen Zusammenspiel haperte und der Pass in die Tiefe nicht ankam. Hinzu kamen ungewohnt viele Abspielfehler auf seiten der Gäste, so dass im Spiel kein Druck aufgebaut werden konnte. Kurz vor der Pause hatten die Hötensleber noch eine Tormöglichkeit, als aus einem Gewühl im Strafraum der Ball nur knapp das Tor verfehlte.

Flaute nach der Pause

Leider steigerte sich der SVH nach dem Seitenwechsel nicht. Im Gegenteil, das Niveau wurde noch schwächer. Spielzüge über mehrere Stationen hatten Seltenheitswert, die Zuordnung fehlte und die Abwehr wackelte bedenklich. So lud man geradezu die Gastgeber zu gefährlichen Kontern ein. Eine Standardsituation führte dann in der 60. Minute zum 2:0 der Hausherren, als Schröder einen Freistoß aus dem Halbfeld im Strafraum vollkommen freistehend verwandelte.

Als Ringling in der 78. Minute seinen Gegenspieler im Strafraum foulte, erhöhte die Gastgeber auf 3:0 durch Knopp. Bezeichnend für die Spielweise der Gäste in der zweiten Hälfte war, dass man sich aus dem Spiel keine echte Torchance herausarbeiten konnte. Mit dieser Leistung wird der SV Hötensleben die Auswärtsmisere wohl kaum beenden können.

SV Hötensleben: Koch- Doerge (60. Winkler), Peine, Grube, Rzehaczek, Zacher, Thielecke, Riedl, Kittel, Deicke, Ringling.

Schiedsrichter: Kautz (Wespen).

Zuschauer: 58.