Langenweddingen (red) l Am vierten Saisonspieltag der Sachsen-Anhalt-Liga im Handball der Männer kommt es heute Abend zum Verfolgerduell. Gastgeber SV Langenweddingen, derzeitig Tabellenvierter, empfängt ab 17.30 Uhr in der heimischen Sporthalle "Am Heßberg" die SG Seehausen. Beide Teams liegen gleich auf, können mit 4:2 Punkten ein positives Punktekonto aufweisen, einzig die schlechtere Tordifferenz platziert die Altmärker einen Platz hinter dem SVL.

In der Vorwoche waren beide im Pokalwettbewerb aktiv, da aber mit unterschiedlichem Ausgang. Der SVL meisterte seine Aufgabe beim 39:27 in Frankleben trotz enormer Personalprobleme ganz souverän, Seehausen hatte bei der vierten Vertretung des SV Oebisfelde beim 22:26 das Nachsehen.

Blickt man zurück und schaut dabei auf die Statistik gegeneinander, dann werden, wie in den vergangenen Jahren auch, die Hausherren heute als Favorit ins Spiel gehen. Einige Optimisten werden wohl wieder eine klare Angelegenheit erwarten, zumindest sehen sich auch die Gäste klar in der Außenseiterrolle und werden, laut ihrer Vorschau zum heutigen Spiel, völlig ohne Druck anreisen.

Das sieht SG-Spielertrainer Thilo Hennigs zumindest so: "Wir müssen uns zwar nicht verstecken und sind derzeit recht gut drauf, aber der Gastgeber ist schon eine starke Mannschaft." Positiv ist, dass die Wischestädter wieder auf die zuletzt im HVSA-Cup verhinderten Matthias Spöttle und Sebastian Johannes zurückgreifen können. Seehausen hat seine Stärken über seinen bulligen Kreisläufer und seinen Halblinken, außerdem werden sie es wohl wieder mit harter Gangart probieren, wovon sich der SVL nicht provozieren lassen darf.

Heute werden erneut wichtige Spieler nicht zur Verfügung stehen, neben den Langzeitverletzten werden auch Stefan Schult (Arbeit) und Sebastian Schneider (Urlaub) fehlen, hinter dem Einsatz von Jörg Friedrich steht noch ein großes Fragezeichen. Demzufolge hat man sich entschlossen, erneut auf Michael Eisenkolb und Christian Stark zurückzugreifen, eventuell wird auch ein alter Bekannter zum ersten Mal im SVL-Dress auflaufen. Der SV Langenweddingen ist zum Improvisieren gezwungen, daher muss die Mannschaft diszipliniert und geduldig auftreten und sich nicht zu sehr unter Druck setzen.

"Jedem sollte klar sein, dass die heutige Begegnung absolut kein Selbstläufer werden wird. Auch das Publikum sollte dies berücksichtigen und die Mannschaft lautstark unterstützen. Bleibt abzuwarten wie die Ausfälle kompensiert werden können, mit einem weiteren Erfolg könnte der Anschluss nach ganz oben geschafft werden", so Markus Deinert.