Hamersleben (red) l Ein Pokalspiel ganz nach dem Geschmack der zahlreich erschienenen Zuschauer bot sich in Hamersleben. Obwohl Fortuna immer noch auf Langzeitverletzte verzichten muss, scheinen die Ausfälle derzeit gut kompensiert zu werden.

Bei schönem Wetter begann die Partie mit gegenseitigem Abtasten. Hamersleben konnte Nervosität nicht vermeiden. Chancen wurden trotzdem erspielt, aber Schlussmann und Pfosten verhinderten die Führung. Die fiel kurioser Weise auf der anderen Seite: Keeper Zappe lief einem Konter gut 20 Meter entgegen. Beim Klärungsversuch prallte der Ball vom Schienbein des Gästestürmers unglücklich ab und rollte ins Tor. Als sei dies nicht genug, zog sich Schanowski wenig später bei einem Zusammenstoß eine Platzwunde zu und musste notärztlich versorgt werden.

Beim Pausentee schworen sich die Hausherren nochmal ein, wissend, dass ein Tor die Partie kippen würde. Dieses fiel auch in der 53. Minute, als Kroll gut freigespielt wurde und im langen Eck versenkte. Jetzt entwickelte sich die Partie für Fortuna, die immer wieder gefährlich vor dem Tor auftauchte. Der eingewechselte Günther brachte Schwung in das Spiel und erzielte in der 61. Minute die Führung, als der Gästekeeper den Ball durch die Finger rutschen ließ. Der Jubel war noch nicht ganz verhallt. Da wurde ein langer, eigentlich ungefährlicher Ball unterschätzt und fiel plötzlich hinten in das Tor der Hamersleber. Nicht unbedingt verdient, denn die Gäste hatten nicht viele Chancen und wenn, dann war Zappe auf der Hut.

Die Begegnung wurde etwas hektischer. Der Gast dezimierte sich durch eine Ampelkarte. Günther hatte dann Pech bei einem Lattentreffer und Herzberg verstolperte aus Nahdistanz. Ersterer setzte sich dann aber an der Grundlinie durch und legte in der 73. Minute auf Behrens ab, der zum umjubelten Siegtreffer vollstreckte. Das gute Schiedsrichtergespann Zastrow/Nowak/Meyer musste nach der Partie noch eine Ampelkarte für die Gäste verteilen.