Hötensleben l Jede Serie hat ein Ende und so bekam die weiße Heimweste des SV Hötensleben im Kreisderby gegen Hadmersleben den ersten Fleck.

Die Spieleröffnung war gekennzeichnet von gegenseitigen Respekt, beide Teams wollten Fehler vermeiden. Trotzdem hatten die Gastgeber schon in der siebten Minute die große Chance, in Führung zu gehen. Kittel legte nach einer feinen Einzelleistung für Winkler auf, der aber nur die Querlatte traf.

Dies war das Signal für den SV Hötensleben, die Angriffsbemühungen zu intensivieren. Die Gäste aus Hadmersleben verteidigten clever und lauerten auf ihre Chance. Die bot sich in der 31. Minute und sie wurde durch Ronny Manegold eiskalt genutzt. Der Kopfballtreffer wurde begünstigt durch Fehler im Abwehrverband der Gastgeber. Zu diesem Zeitpunkt hatten beide Teams schon verletzungsbedingt wechseln müssen. Bei Hötensleben kam für Ringling der siebzehnjährige Meßner, der sich lückenlos einfügte und eine überzeugende Leistung bot.

Trotz aller Bemühungen schafften es die Schwarz-Gelben nicht, die vorhandenen Chancen zu nutzen. Unmittelbar vor dem Pausenpfiff gelang Winkler jedoch der Ausgleich. Sein Eckball fand bei all dem Getümmel im Strafraum den direkten Weg ins Tor. Der Torhüter der Gäste sah dabei nicht sehr glücklich aus, er hatte aber in der zweiten Spielhälfte ausgiebig die Gelegenheit sich zu rehabilitieren.

Nach dem Wiederanpfiff erarbeiteten sich die Mannen um Kapitän Kittel eine Vielzahl von Möglichkeiten, aber die finale Nutzung wurde grob vernachlässigt. Symptomatisch war dafür die 65. Minute. Innerhalb einer Spielsituation hatten die Gastgeber vier (!) hochkarätige Chancen, aber der Ball nahm nicht den gewünschten Lauf.

Übereifer war zum Teil ein schlechter Ratgeber. Die Gäste lauerten auf ihre Chance, Hinz nutzte die Inkonsequenz im Abwehrverhalten der Hötensleber zur erneuten Führung der Hadmersleber. Die Fehler begannen schon in der gegnerischen Hälfte bei eigenen Angriffsbemühungen. Hadmersleben brachte mit aller Routine den Versprung über die Bühne und Reiser machte in der Schlussminute den Sack endgültig zu.

Fazit der Begegnung: ungenutzte Chancen rächen sich. Hadmersleben agierte konsequenter und siegte dadurch letztendlich verdient.

SV Hötensleben: Koch - Doerge, Künne, Ringling (20. Meßner) Grube (84. Bakus), Winkler, Zacher, Thielecke, Rzehaczek, Kittel, Peine.

TSV Hadmersleben: Behrens - Stefanowski (81. Kittelmann), Brieger, König, Zydorek, Darius (73. Räke), Reiser, Manegold, Hinz, Niemann, Gammisch (20. Drößler).

Torfolge: 0:1 Manegold (31.), 1:1 Winkler (45.), 1:2 Hinz (80.), 1:3 Reiser (90.).

Zuschauer: 135. Schiedsrichter: Dietel (Heudeber) - Ehrhardt/Reitmann.