Eine knappe und unnötige Niederlage haben Langenweddingens Handballer in Landsberg kassiert. Ursächlich war nicht etwa die Stärke des Gegners, sondern der schwache Auftritt der Sülzetaler.

Langenweddingen l Die Partie begann schleppend, dafür aber ausgeglichen. Landsberg legte vor, der SVL glich bis zum 3:3 aus. Hier waren aber bereits zwölf Minuten absolviert und die Serie von Fehlern hatte längst begonnen.

Einem vergebenen Strafwurf folgten Fehlabspiele und Fangfehler, der LHV konterte zum 6:3. Matthias Scheller musste verletzt vom Platz, für ihn kam frühzeitig Denny Friedl. Dieser war es dann auch, der mit zwei tollen Treffern beim 6:5 den Anschluss herstellte. Matthias Knorr und Tobias Deutscher mit dem 9:8 machten wieder Mut. Doch ein weiterer vergebener Strafwurf, technische Fehler und eine Unterzahlsituation ließen die Hausherren wieder auf 11:8 davonziehen.

Da hatte Michael Eisenkolb das SVL-Tor längst verlassen und Platz für Mark Illig gemacht. Aber auch der war machtlos gegen die Rückraumtreffer über den Mittelblock. Mit dem Halbzeitpfiff parierte er einen Strafwurf, so dass es mit dem 12:10 für den LHV in die Pause ging.

Das Spiel war noch längst nicht entschieden und die Sülzetaler kamen mit dem Willen, die Partie zu drehen, zurück aufs Feld. Zwar erhöhte der LHV auf 13:10, doch der SVL kämpfte sich wieder heran. Matthias Scheller und Denny Friedl verkürzten auf 13:12 und 14:13. Beim 15:15 gelang sogar wieder der Ausgleich.

Wahrscheinlich wollten die Langenweddinger nun aber zu viel. Wieder wurden leichtfertig technische Fehler produziert und Abschlüsse aus ungünstigen Positionen gewählt. Es gelang einfach nie die Führung. Im Gegenteil! Nach dem 16:16 durch Tobias Deutscher und dem 17:17 von Stefan Schult kassierte der SVL teils unglückliche aber auch unnötige Zeitstrafen. Landsberg zog auf 19:17 davon, doch die Gäste kämpften sich wieder heran (19:19).

Der SVL haderte nun mit den Unparteiischen, stand phasenweise nur mit vier Mann auf dem Feld. Landsberg zog wieder davon, traf zum 22:20 und nutzte nun seine Freiräume. Als dann Matthias Scheller nach einer Abwehraktion disqualifiziert wurde und der LHV auf 24:20 enteilte, schien eine Vorentscheidung gefallen.

Doch Falk Hohmann zog durch und brachte sein Team mit drei Treffern in Folge wieder auf 24:23 heran. Noch mehr als eine Minute war zu spielen, aber ein weiterer Fehler im offensiven Deckungsverhalten brachte mit dem 25:23 die Entscheidung.

Durch diese Niederlage hat sich das Team aus dem Bördedorf vorerst aus der Spitzengruppe verabschiedet, belegt mit 6:4 Punkten weiterhin Platz vier der Tabelle. Am Wochenende geht es gegen den Dessau-Roßlauer HV - dann zwar mit dem Heimvorteil, aber ohne Denny Friedl. Dieser hat sich im Spiel eine schwere Fingerverletzung zugezogen und wird nun mehrere Wochen ausfallen.

SV Langenweddingen: M. Illig, M. Eisenkolb - D. Friedl (10/4 Tore), M. Scheller (4), M. Knorr (2), F. Hohmann (3), J. Friedrich, T. Deutscher (2), T. Heine (1), A. Rohr, S. Schult (1).