Der zehnte Spieltag der Bördeoberliga bietet wieder reichlich Brisanz und für einige Vereine stehen richtungsweisende Spiele am Sonnabend auf dem Programm.

Landkreis l Beim Duell zwischen dem Flechtinger SV und dem SV Kali Wolmirstedt geht es für beide Vereine um wichtige Punkte gegen den Abstieg. Gemeinsam stehen sie derzeit in der Abstiegszone, Flechtingen ist 14. und der SV Kali einen Platz dahinter. "Das ist ein sehr wichtiges Spiel für uns und wir wollen es nicht verlieren, gerade nach dem Sieg gegen Samswegen", sagte Wolmirstedts Trainer Nico Liebscher. Im Duell zweier Abstiegskandidaten will der Coach aus einer sicheren Defensive heraus auf schnelle Konter setzen. Fehlen wird Abwehrspieler Rene Hippler, alle anderen Kali-Kicker sind einsatzbereit. Ein schönes Spiel erwartet Liebscher aber nicht: "Es wird nur über den Kampf gehen."

Für den SSV Samswegen gilt es dagegen, die letzte Niederlage im Heimspiel gegen den SV Irxleben II auszubügeln. Die Gäste reisen allerdings mit viel Selbstvertrauen an. Am vergangenen Wochenende feierte die Irxleber Reserve einen deutlichen 6:2-Sieg über Dahlenwarsleben. Zudem sind beide Vereine nur knapp vor den Abstiegsplätzen und mit drei Punkten könnte man sich wieder etwas Luft verschaffen.

Ob sich die Grün-Weißen gegen Seehausen von ihrer Niederlage erholen werden, darf durchaus in Frage gestellt werden. Der Tabellenführer lässt derzeit nur wenige Punkte liegen und hat sich schon vier Zähler Vorsprung auf den zweitplatzierten SV Altenweddingen erarbeitet. Im letzten Spiel gab es für den SVS erst einen späten Erfolg. Gegen die SG Bülstringen fiel der 2:1-Siegtreffer durch Dirk Brennecke erst in der 85. Minute.

Feldheim: Chancen nutzen

Die Wochen der Spitzenspiele gehen für den Tabellenfünften derweil in die nächste Runde. Diesmal empfängt die SG den Haldensleber SC II. Eine Partie auf höchstem Niveau erwartet HSC-Trainer Daniel Fest aber nicht: "Es treffen zwei defensivstarke Mannschaften aufeinander, die bislang nur wenig zugelassen haben." Zwar ist Fest mit dem aktuellen dritten Platz sehr zufrieden, Mängel sieht er aber trotzdem: "Spielerisch sind wir nicht das Gelbe vom Ei. Da sind wir noch weit von unseren Vorstellungen entfernt. Und wir brauchen auch noch zu viele Chancen für ein Tor." Personell erfreut er sich besonders an seinem großen Kader, sodass Ausfälle schnell adäquat ersetzbar sind. Dennoch stehen am Sonnabend Philipp Krause und Pascal Hampel nicht zur Verfügung. Und auch Kapitän Enrico Murupa wird zumindest nicht von Beginn an auflaufen. Der Oscherslebener SC II trifft in seinem Heimspiel auf den SV Altenweddingen. Der OSC II kam am vergangenen Spieltag nicht über ein 0:0 beim ISV Haldensleben hinaus und rutschte auf Rang elf ab. Mit nur zehn Punkten befindet sich die OSC-Reserve im Abstiegskampf, zwei Zähler trennt sie noch vom Flechtinger SV. Der SVA ist aber klarer Favorit und hat zudem die stärkste Offensive. Blau-Weiß Empor Wanzleben reist zum TSV Niederndodeleben. Beide Vereine aktuell Mittelmaß, daher kann kein Team Vorteile für sich verbuchen. "Wir sind nicht der Favorit. In den letzten Spielen haben die Ergebnisse und auch die Effektivität nicht gestimmt. Wir erzielen kein Kapital aus unseren Chancen", erzählte Wanzlebens Trainer Michael Feldheim. Grund für die zuletzt schwachen Ergebnissen ist vor allem die dünne Personaldecke. "Wir müssen immer mit einer anderen Formation spielen."

In einem weiteren Mittelfeldspiel empfängt Gröningen den SV Gutenswegen/Klein Ammensleben. "Das wird ein schweres Spiel für uns, genau wie in den letzten Jahren. Der Ausgang ist absolut ungewiss", so Eintracht-Trainer Matthias Blesse. Die letzten Ergebnisse sprechen eine deutliche Sprache: "Der Trend geht nach oben und das wollen wir fortsetzen."