Bernburg gelang es am elften Spieltag als erster Mannschaft, einen Sieg im Bruchstadion zu feiern. Kurz vor Tuchfühlung zur Tabellenspitze wurde Germania ausgebremst, während sich die Serie der Bernburger in ihrem Aufwärtstrend fortsetzt. Zum Jammern auf hohem Niveau gibt es dennoch keinen Grund, denn der starke Saisonverlauf ist aus Wulferstedter Sicht aller Ehren wert.

Wulferstedt l Trainer Marco Wagner nach Abpfiff: "Für mich war es ein klares 0:0-Spiel. Beide Mannschaften hatten kaum echte Chancen. Ich habe in Bernburg auch nicht zwingend eine bessere Mannschaft gesehen. Sie waren einfach galliger als wir und haben das eine Tor erzwungen. Uns fehlte das echte Feuer, wie noch gegen Darlingerode, Westerhausen und Schackstedt."

Zudem lässt sich eingestehen, dass die Bernburger ihre Aufgabe in Wulferstedt clever lösten. Sie waren gut eingestellt und machten unbequem viele Passwege dicht. Germania verfranzte sich häufig. Auch Bernburg spielte nicht gerade filigran, so dass es ein Spiel mit außergewöhnlich hoher Fehlpassquote war.

Franz Klosa hatte zu Beginn eine richtig gute Chance, als er nach einer gelungenen Kombination knapp am Pfosten vorbei schoss (7.). Ansonsten fehlte den Germanen das richtige Mittel. Sie mühten sich redlich und rannten immer wieder an, Gefahr entstand allerdings kaum. In den letzten zehn Minuten vor der Pause verbuchte Bernburg optische Vorteile, ohne ebenso für Gefahr sorgen zu können.

In der 51. Minute ging ein aufsetzender Flankenball haarscharf am Wulferstedter Tor vorbei. Auch diese Szene blieb vorläufig eine Eintagsfliege. Ein Doppelwechsel in der 59. Minute sollte Wulferstedt nochmal pushen. Stadler und Dilge kamen herein. Doch auch sie fanden nicht den richtigen Zugriff auf das Spiel. Heißeste Wulferstedter Szene war noch die tolle Freistoß-Eingabe von René Jahn, die Philipp Jekal seinem einschussbereiten Kollegen Lars Buchholz von den Füßen nahm. Jekal sah Buchholz im Rücken nicht (66.).

Sandig mit Tor des Tages

Bernburg bekam schließlich einen Freistoß aus brandgefährlicher Position zugesprochen. Der gut geschossene Ball ging an den Pfosten und fiel Jan Sandig vor die Füße, der das Leder reflexartig in die Maschen setzte (69.). Das Tor des Tages war damit gefallen.

Bernburg rettete das Ergebnis durch geschicktes, teils übertriebenes Zeitspiel über die Runden. Da half den Hausherren auch die lange Nachspielzeit nicht. Der junge Schiedsrichter Dustin Neumann (Staßfurt) bot eine starke, sachliche Leistung.

Germania Wulferstedt: Beisch - Behrens, Brunke, Charwat, Buchholz, Klosa, Dreyer, Zabel (59. Dilge), Jekal, Jahn, Wolter (59. Stadler).

Tor: 0:1 Jan Sandig (69.).

Schiedsrichter: Dustin Neumann (Staßfurt).

Zuschauer: 153.