Der SV Groß Santersleben II hat das Halbfinale im KFV-Bördepokal erreicht. Bei Eintracht Gröningen II gewann das Team von Trainer Morris Jagusch mit 5:1 (3:1).

Gröningen l Die Anfangsphase gehörte klar den Gästen, die von Beginn an mehr Zug zum Tor entwickelten und damit auch erfolgreich waren. Bereits in der fünften Spielminute ging Santos durch den Treffer von Julian Stadler mit 1:0 in Führung. Auch danach blieb Groß Santersleben II die bestimmende Mannschaft. Die Hausherren schafften es bis dato nicht, sich über eine längere Zeit von den Angriffen zu befreien. Es war daher nur eine Frage der Zeit, bis das zweite Tor fiel. Dies folgte dann in der 13. Minute, als Andreas Kramer auf 2:0 erhöhte. Eher unerwartet kam es nur eine Minute später zum 1:2. Sebastian Thomas verkürzte und gab seiner Mannschaft einen Funken Hoffnung. Aber die Gröninger Zuversicht bekam in der 25. Spielminute einen herben Rückschlag. Torhüter Robert Belajew verletzte sich bei einem Zusammenprall schwer und musste das Feld verlassen. Da die Heim-Elf an diesem Tag keinen Ersatz-Keeper dabei hatte, ging Feldspieler Eric Müller in das Tor. Wie Gröningens Trainer Lars Anhalt nach dem Spiel mitteilte, hatte sich Belajew bei dieser Szene den Fuß gebrochen.

Trotz der schwierigen Umstände versuchten die Hausherren sich mit ihren Möglichkeiten zu behelfen, richtig brenzlig wurde es vor dem gegnerischen Tor aber nur selten. "Aufgrund dieser Konstellation sind wir der ganzen Zeit einem Rückstand hinterher gelaufen. Daher war es für uns natürlich sehr schwer, unser gewohntes Spiel aufzuziehen. Durch die Auswechslung mussten wir Mitte der ersten Halbzeit komplett umstellen und das hat uns dann irgendwo auch das Genick gebrochen", sagte Anhalt. Praktisch mit dem Pausenpfiff gelang Santos durch Dominik Blancke noch das 3:1.

Nach der Pause gingen die Gäste gleich wieder in die Offensive und waren mit dem ersten Angriff erfolgreich. Müller hielt eine Flanke von der linken Seite nicht richtig fest und mit einem Abstauber erhöhte Kramer auf 4:1. Auffällig war auch bei diesem Treffer, dass Santos trotz eines Ascheplatzes spielerisch agierte und den langen Ball vermeiden wollte. "Wir trainieren zwar nur einmal die Woche, aber dann spielen wir auch viel. Da wird immer versucht, den langen Pass zu vermeiden, weil das auf diesem Platz ohne langen Ball sowieso einfacher ist. Aber auch auf anderem Untergrund ist es immer besser, wenn man den Ball kontrolliert", erklärte Jagusch.

Gröningen kam anschließend noch durch Christian Michael und Martin Laue zum Abschluss, eine wirkliche Gefahr für Torwart Mathias Kramer war das aber nicht. Das 5:1 in der 56. Minute war noch eine kuriose Aktion. Stadler trat von der linken Seite eine Ecke, schoss dabei direkt auf den zweiten Pfosten in den Winkel und traf. Später wurde es als Eigentor von Marcel Preckel gewertet, der bei dem Rettungsversuch als letzter am Ball war. Es hätten danach auch noch mehr Tore fallen können, sodass das Ergebnis auch in dieser Höhe in Ordnung geht. "Das Ergebnis ist dem Spiel entsprechend. Wir hatten ja nicht nur die fünf Chancen, die zu den Toren geführt haben, sondern hätten auch noch fast fünf mehr schießen können", so Jagusch. Anhalt ordnet die Niederlage als verdient ein, kann sich mit der Höhe aber nicht anfreunden. "Groß Santersleben ist ein verdienter Sieger, das muss man ehrlich zugeben. Wir haben in der gesamten Zeit nicht zu unserem gewohnten Spiel gefunden und letztendlich haben sie in den richtigen Momenten eiskalt zugeschlagen. Ich finde allerdings zwei drei Tore zu hoch."

SV Eintracht Gröningen II: Belajew (25. De Moliner) - Preckel, Müller, Jacobs (64. J. Rönnebeck),

Wilhelm, A. Rönnebeck, Laue, Thomas, Kinzel, Ernst, Michael (54. Graul).

SV Groß Santersleben II: M. Kramer - Richard, Stadler, Blancke, Tangermann, Weidner (81. Albrecht), Nordheim, Koch, A. Kramer, Garz, Peter.

Torfolge: 0:1 Stadler (5.), 0:2 A. Kramer (13.), 1:2 Thomas (14.), 1:3 Blancke (45.), 1:4 A. Kramer (46.), 1:5 Preckel (56. ET).