Hötensleben l Der Wunsch im Lager der Schwarz-Gelben nach dem Ausbau der kleinen Serie von drei Siegen ging nicht in Erfüllung. Die Gründe dafür sind vielschichtig.

Begegnungen gegen Staßfurt waren in der Vergangenheit immer umkämpft und es gab häufig knappe Resultate. Dieses Mal kam zum Kampf auch noch viel Krampf. Den ersten Schock für Hötensleben gab es in der dritten Minute, Staßfurt hatte aus dem Halbfeld heraus einen Freistoß, dieser wurde in den Torraum geschlagen, Rzehaczek hielt den Ball nicht fest und der Staßfurter Hartmann bedankte sich. Rzehaczek vertrat den weiter erkrankten Stammtorhüter Koch.

In der Folge bemühten sich die Gastgeber, die Torgefahr zu erhöhen. Ein Hoffnungsschimmer nach einer Viertelstunde: Kittel drang in den Strafraum ein, wurde von den Beinen geholt. Den fälligen Strafstoß verwandelte Thielecke. Er gab aber dem Spiel des SVH keine Sicherheit. Die Angriffe wurden über zwei, drei Stationen nach vorn getragen und verliefen dann meist im Sande. Teils lag es an eigenen Unzulänglichkeiten, oder aber die Angriffe wurden durch die Staßfurter rustikal unterbrochen. Es war ein Spiel zwischen den Strafräumen, welches oft nicht den gewohnten Ansprüchen genügte, aber die erste Hälfte war noch die stärkere von zwei schwachen. Nach einer halben Stunde erzielte Hartmann die erneute Führung für Staßfurt mit einem schönen Kopfballtreffer.

Die Halbzeitansprachen wirkten sich auf den Spielfluss nicht entscheidend aus, die Qualität des Spiels erfuhr keinen positiven Impuls. Einhergehend mit dem Schwächerwerden des Spiels kam nun auch noch Hektik dazu. Der SVH musste in der 56. Minute den Torhüter wechseln, Rzehaczek brach sich nach einer rüden Aktion die Mittelhand und er steht nun vor einer längeren Pause. Künne wurde zur "Vertretung der Vertretung". Er machte seine Sache aber gut.

Die Schiedsrichterin bekam keine Ruhe in die Partie, sie wurde immer wieder in längere Diskussionen verwickelt, auch erkannten die Hötensleber eine "Fallsucht". Insgesamt gab es neun Gelbe Karten, von denen sieben den Gästen zugeordnet werden mussten.

Am Ende kam auch noch Pech dazu, Meißner traf nur den Pfosten. Es blieb eine Begegnung auf schwachen Niveau. Die Partie wurde immer zerfahrener, keiner fand den Schlüssel zum Erfolg.

Es bleibt im Hötensleber Lager die Hoffnung auf die baldige Winterpause. Der Spielerkader wird aufgestockt und es muss intensiv an den Unzulänglichkeiten gearbeitet werden.

SV Hötensleben: Rzehaczek (56. Winkler) - Doerge, Rudloff, Künne, Ringling (75. Gumprecht), Grube, Riedl, Thielecke, Meißner (77. Bakus), Kittel, Peine.

Torfolge: 0:1 Hartmann (4.), 1:1 Thielecke (17. FE), 1:2 Hartmann (33.).

Schiedsrichter: Viola Tietz (Heudeber) - Reitmann/Kleve.

Zuschauer: 101.