Die Sachsen-Anhalt-Liga-Handballer des SV Langenweddingen sind dank des tollen Erfolges in Wernigerode in der Tabelle auf Rang zwei vorgestoßen und damit an der SG Kühnau, dem nächsten Gegner, vorbeigezogen.

Langenweddingen (red) l Wieder einmal hatte der SVL nur eine kleine Delegation auf Reisen geschickt, doch diese gab ihr Bestes. Auch wenn phasenweise auf unbekannter Position, den Langenweddingern gelang viel. Doch leider nicht genug, um die Partie früher vorzuentscheiden, denn zum einen war Wernigerode der erwartet schwere Gegner, zum anderen produzierten die Gäste zu viele Fehler im eigenen Spielaufbau.

Die Sülzetaler wurden immer wieder vor neue Aufgaben gestellt, ständig wechselte der WHV sein Abwehrsystem, blieb aber meist dabei recht offensiv. Da wurde das Fehlen von Alexander Rohr als gelerntem Kreisläufer offensichtlich. Sebastian Schneider und Tobias Deutscher legten zum 0:1 und 1:2 vor, ehe Wernigerode selbst mit 4:2 in Führung ging.

Stefan Schult übernahm Verantwortung, immer wieder schaffte er mit tollem Eins-gegen-Eins Freiräume für seine Nebenleute. Bedanken konnte sich dafür vorallem Youngster Mathias Knorr, der sich mit einer sehr guten Leistung an seinem Geburtstag selbst beschenkte und zehn Treffer erzielte. Nach einer Auszeit beim 6:9 gelang Wernigerode der Ausgleich. Weil der SVL zudem in einer schwachen Phase zwei Überzahlsituationen nicht nutzte und ausgekontert wurde, ging es mit dem 12:11 für die Harzer in die Pause.

Zwar gelang nach dem Wiederanpfiff sofort der Ausgleich, doch die Gäste offenbarten immer noch Schwierigkeiten. Wernigerode nutzte die Fehler des SVL konsequent und zog auf 15:12 davon. Matthias Scheller mit Gewalt, Sebastian Schneider mit gewohnter Ruhe vom Strafwurfpunkt und Matthias Knorr mit viel Tempo brachten die Führung zurück (16:17). Doch selbst auf das 20:22 durch Falk Hohmann hatte der WHV die richtige Antwort. Beim 26:24 schien alles für den Gastgeber zu laufen. Doch der SVL kämpfte sich zurück und legte noch einmal zu. Matthias Knorr und Falk Hohmann schafften das 26:26 in Unterzahl. Tobias Deutscher und Mathias Knorr sorgten mit dem 26:28 schließlich für die Vorentscheidung. Wernigerode verkürzte mit der Schlusssirene nur noch zum 27:28.

Wie erwartet musste auch dieser Erfolg hart erarbeitet werden. Doch auch diesmal hatte der SVL den längeren Atem und genügend Kraft bis Spielende. Wahrscheinlich hatten sich einige Tage zuvor auf dem mannschaftsinternen Schlachtefest gut genug gestärkt. Zusätzlich belohnt wurden die Langenweddinger durch die Ergebnisse der Konkurrenz, denn der SVL ist dadurch nun Tabellenzweiter und bestreitet sein nächstes Spitzenspiel gegen den neuen Dritten, die SG Kühnau.

SV Langenweddingen: M. Eisenkolb - S. Schneider (5 Tore), M. Scheller (2), M. Knorr (10), F. Hohmann (2), J. Friedrich, T. Deutscher (5), T. Heine (1), S. Schult (3).