Klein Oschersleben (oju) l In einem Spiel mit zwei sehr unterschiedlichen Halbzeiten hat der LSV Klein Oschersleben beim aktuellen Tabellenführer Post SV Magdeburg mit 29:40 Toren verloren.

In der ersten Halbzeit sah man zwischen beiden Seiten keinen großen Unterschied, in der zweiten dafür umso deutlicher. Die Magdeburger spielten nach dem Seitenwechsel viel engagierter und verfügten auch über konditionelle Vorteile. Im Gepäck hatten die Becker-Männer nicht nur eine klare Vorstellung von dem was sie erwartet, sondern auch zahlreiche Fans, die sie unterstützten.

Die Begegnung war von Beginn an ein offener Schlagabtausch und die Klein Oschersleber hielten nicht nur gut mit, sondern gaben über weite Strecken auch den Ton an. Das spiegelte sich im Ergebnis wider, denn schon in den ersten Minuten hatten sich die Gäste beim Stand von 6:3 einen kleinen Vorsprung herausgespielt. Wenig später waren es beim 9:5 sogar vier Tore. Für die vielen Fans war es eine gut anzusehende Partie mit viel Kampf und in manchen Situationen auch mit dem nötigen Glück. Doch im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit erhöhten die Hausherren das Tempo. Nach Gegentoren führten sie unheimlich schnell den Wiederanwurf aus und erwischten die Klein Oschersleber fast noch in der Rückwärtsbewegung. Kurz vor der Pause fiel dann der Ausgleich zum 16:16 und mit dem Halbzeitstand von 17:16 gingen sie zum ersten Mal in Führung.

Verletzung ist der Tiefpunkt der schwachen zweiten Halbzeit

Nach dem Seitenwechsel lief für die Gäste plötzlich gar nichts mehr zusammen. Phasenweise wirkte es so, als ob eine völlig andere Mannschaft auf der Platte stand. An die erfolgreiche erste Halbzeit konnten sie zu keinem Zeitpunkt mehr anknüpfen. Das nutzten die Hausherren gnadenlos aus, die mit einem 6:0-Lauf die Partie an sich rissen und den Vorsprung auf 23:16 erhöhten. Auch die frühe Auszeit der Gäste nach gerade einmal sechs Minuten änderte daran nur wenig. Post hielt den Vorsprung und baute ihn in den folgenden Minuten weiter aus.

Am Ende war es vielleicht keine unerwartete Niederlage, aber gerade nach dieser richtig guten ersten Halbzeit haderten Trainer und Spieler mit der Leistung im zweiten Durchgang. Leider verletzte sich fünf Minuten vor dem Ende auch noch Marcel Mock und musste mit ausgekugeltem Arm ins Krankenhaus gebracht werden. Der LSV 90 kämpfte zwar bis zum Ende des Spiels. Am verdienten Sieg der Magdeburger änderte dieses aber nichts mehr.

LSV 90 Klein Oschersleben: Witte - Kernchen (4 Tore), Garnatz (1), Mock (3), Hohlfelder (2), Dedecke (8), Kuhle (1), F. Langenbeck, Becker (3), Suttner (3), C. Langenbeck ( 4 ).