Altenweddingen (ms) l Die Billardspieler vom SV 1889 Altenweddingen können auf ein erfolgreiches Jahr 2014 zurückblicken. Höhepunkt war der Aufstieg in die 2. Dreiband-Bundesliga. Hinter dem 1.BC Magdeburg ist das Team aus Altenweddingen damit die Nummer zwei in Ostdeutschland, denn nur diese beiden Mannschaften spielen in der Bundesliga.

Wie schon in der Saison zuvor gewannen die Sülzetaler in Sachsen-Anhalt im Frühjahr das Triple. Man wurde Landesmeister in der Mehrkampfliga, in der Dreibandliga und Landespokalsieger. Zudem ist man seit über zwei Jahren ungeschlagen. Dennoch wurde nicht über einen Aufstieg nachgedacht. Erst als ein sportbegeisterter Ortsansässiger Sponsor Abteilungsleiter Schuffert regelrecht dazu überredete und großzügige Unterstützung im Falle eines Bundesligaaufstiegs zusicherte, wurde ernsthaft darüber nachgedacht. Was folgte war ein unvergessliches Aufstiegsturnier, welches die Sülzetaler in Kassel mit 5:3 Punkten vor Landau und Gelsenkirchen gewannen.

Es war geschafft! Erstmals in der Vereinsgeschichte startet damit eine Mannschaft vom SV Altenweddingen in der Bundesliga. Zweiter Höhepunkt war der Einzug in das Finalturnier der fünf besten Teams auf dem kleinen Tisch. Dort blieb man allerdings sieglos. In der Sommerpause wurden die Tische neu bezogen und Zeituhren angeschafft. Mit stark erhöhtem Trainingspensum begann nun die sportliche Vorbereitung auf die zweite Liga, in der nur der Klassenerhalt Zielstellung sein kann. Als reine Amateurmannschaften hat es der SVA erwartungsgemäß sehr schwer gegen teilweise hochdotierte Profis. In Fachkreisen wurde der SVA als Abstiegskandidat Nummer Eins gehandelt.

Gleich am ersten Spieltag gelang ein 6:2-Auswärtssieg in Witten und die Erkenntnis, dass man vielleicht doch mithalten kann. Danach folgten aber klare 0:8 Niederlagen gegen die Spitzenteams aus Fuhlenbrock, Berlin und Magdeburg. In Frintrop wollten die Altenweddinger gegen einen direkten Abstiegskonkurrenten punkten. Doch man kassierte eine völlig unnötige 3:5-Niederlage. Einen Tag später folgte ein kaum für möglich gehaltener grandioser 8:0-Sieg in Langenfeld. In den folgenden Heimspielen gegen Coesfeld (2:6) und Neustadt (3:5) verschenkten die Altenweddinger regelrecht drei Punkte. Schwache Nerven und fehlende Cleverness ließen den Neuling scheitern. Im letzten Hinrundenspiel reiste der SCB Langendamm mit der aktuellen Frauen-Weltmeisterin und einem ehemaligen Vizeweltmeister an. Da die Niedersachsen auch noch einen top Tag erwischten, war der SVA beim 2:6 chancenlos. Erstmals rutschte man auf einen Abstiegsplatz ab.

Bereits in der nächsten Woche könnte man diesen aber wieder verlassen, denn am 10. Januar gastiert der BC Fuhlenbrock, und einen Tag später Schlusslicht BCC Witten II in Altenweddingen.