Nach der ersten Saisonniederliga von Spitzenreiter SV Seehausen gegen Blau-Weiß Wanzleben wittern die Verfolger, allen voran die Reserve des Haldensleber SC, wieder Morgenluft im Titelrennen. Der TSV Niederndodeleben wird versuchen, für den nächsten Dämpfer der Seehäuser zu sorgen.

Haldensleben l Eine große Überraschung negativer Art erlebte am 17. Spieltag der SV Seehausen. Gegen Blau-Weiß Empor Wanzleben gab es eine 1:2-Niederlage. Es war die erste überhaupt. Doch viel ist dadurch nicht passiert. Das Team von Trainer Günter Braun ist weiter Tabellenerster, der Vorsprung auf den Haldensleber SC II beträgt jetzt noch fünf Punkte. Am Sonnabend reist der SVS zum TSV Niederndodeleben - ein absolutes Spitzenspiel. Da wird sich zeigen, wie die Mannschaft den Rückschlag verkraftet hat, zumal der TSV bestens aus den Startlöchern kam. Gegen Gröningen gab es einen 3:0-Sieg.

Von solchen Positionen ist Kali Wolmirstedt derzeit weit entfernt. Das Team von Trainer Nico Liebscher ist aktuell Letzter und am Sonnabend kommt Altenweddingen. Das Hauptmanko ist auch in der Rückrunde die schwache Chancenverwertung. Im letzten Spiel gegen den ISV sah er seine Jungs zwar als "die bessere Mannschaft", den Sieg holte aber der Gegner. Personell sieht es dagegen recht gut aus. Nur Peter Lauenroth ist aus beruflichen Gründen verhindert. "Mit einem Punkt wäre ich schon zufrieden. Aber wir wollen uns nicht verstecken."

Im Kampf um den Klassenerhalt treffen Flechtingen und Ummendorf aufeinander. Während der FSV den Punktgewinn gegen Oschersleben knapp verpasste, siegte Ummendorf mit 3:2 gegen Samswegen. Der USV, bei dem inzwischen der frühere OSC-Coach und Haldensleber Co-Trainer André Linzert die Zügel in der Hand hält, ist damit nur noch vier Punkte von einem Nichtabstiegsplatz entfernt.

Überraschungssieger Blau-Weiß Empor Wanzleben gastiert beim SV Gutenswegen/Klein Ammensleben. Dank der unerwarteten drei Punkte aus dem Seehausen-Spiel hat sich auch Empor etwas Luft im Abstiegskampf verschafft. Der SVG liegt trotz der 2:3-Niederlage gegen Altenweddingen im Mittelfeld auf Platz neun.

Trainerwechsel der etwas anderen Art: Der Oscherslebener SC II wird mit Beginn der Rückrunde wieder von Thomas Klare trainiert. Klare war bereits zu Saisonbeginn Chef an der Seitenlinie, musste aber aufgrund personeller Engpässe bei der ersten Mannschaft aushelfen. Daraufhin übernahm Peter Bindseil das Amt, der nun diese Stelle wieder an Klare übergab.

"Das war von Beginn an so geplant und auch mit Peter Bindseil so abgesprochen. Ich sollte bis zur Winterpause bei der Ersten aushelfen und dann wieder Trainer bei der zweiten Mannschaft werden. Und daran halten wir uns nun", erklärte Klare vor dem Spiel bei Eintracht Gröningen.

Am vergangenen Wochenende gab es bereits unter seiner Leitung einen 5:4-Erfolg gegen Flechtingen. Trotz der vier Gegentore äußerte sich Klare zufrieden: "Das war ein sehr guter Auftritt von uns, bis auf die vier Gegentore. Aber das habe ich der Mannschaft auch sofort gesagt. Ansonsten war das ein sehr gutes Spiel von uns."

Gegen den Tabellendreizehnten muss der Coach auf Daniel Dräger (privat), Daniel Wenzel (Knieverletzung) und Oliver Schmidt (privat) verzichten.