Wolmirstedt (rla) l Kali Wolmirstedt gewinnt das Nachbarschaftsderby gegen den HSV Colbitz klar mit 28:18 und bleibt damit fünf Spieltage vor Saisonende Tabellenvierter.

Die Partie begann mit schlechten Vorzeichen, denn einmal mehr waren keine Schiedsrichter angereist. Die eingesprungenen "Aushilfsschiris" machten ihre Sache jedoch gut und brachten die Begegnung souverän über die Runden.

Einen Start nach Maß erwischte Gastgeber Kali. Nach 10 Minuten lagen die Ohrestädter mit 5:1 vorne und hätten angesichts des Vorsprungs eigentlich beruhigt weiter spielen können. Ohne Not zog jedoch Hektik ein. Erfolglose Einzelaktionen, unvorbereitete und schlechte Würfe und vor allem ideenloses Spiel machte es den Gästen leicht, wieder heranzukommen. Colbitz kämpfte engagiert um den Anschluss. Tor um Tor holte der HSV auf und war beim 8:6 (24. Min.) wieder dran. Mehr gelang nicht, weil Kali in der Abwehr beherzt zupackte und den Gästen die Durchschlagskraft aus dem Rückraum fehlte. Einige unnötige Nicklichkeiten quittierten die Schiris mit Zeitstrafen auf beiden Seiten. Keine der Mannschaften konnte davon profitieren, so dass mit einem knappen Zwei-Tore-Polster für Kali die Seiten gewechselt wurden.

Nach Wiederanpfiff legte sich die Hektik und beide Teams besannen sich auf das Spielen. Colbitz verkürzte schnell auf 10:9 und konnte weiter hoffen. Diesmal hatten die Ohrestädter die richtige Antwort parat. Doering entwischte immer wieder seiner Manndeckung und brachte mit klugem Anspiel seine Mitspieler in aussichtsreiche Positionen. Diese ließen jetzt nichts anbrennen und verwandelten die Chancen konsequent. Zachau vom Kreis und vor allem Schlenker von der ungewohnten rechten Außenposition wussten zu überzeugen. Nach sechs Treffern in Folge und einem 16:9-Zwischenstand war die Vorentscheidung gefallen. Kali machte im Angriff weiter Druck, spielte schnell und brachte so den HSV immer wieder in Verlegenheit. Bis auf 21:12 enteilte der Gastgeber (48.). Dann eine Schrecksekunde! Ohne gegnerische Einwirkung fiel Alexander Güssau von den Gästen auf den linken Arm und verletzte sich schwer. Alle waren geschockt.

Nach einer halben Stunde Spielunterbrechung ging es weiter. Beide Mannschaften nahmen sich sichtlich zurück und brachten die Partie zu Ende.

Kali gewinnt am Ende verdient, weil in der zweiten Halbzeit gute Chancen herausgespielt wurden und der Wolmirstedter Rückraum durchschlagskräftiger war.

Spielfilm:0:1; 3:1: 5:1; 6:3; 7:4; 8:6; 9:7, 10:8; 10:9; 11:9; 16:9; 21:12; 21:14; 25:15; 28:18,

Wolmirstedt: Kretschmann, Lippoldt, M.Beymann(1); Laaser, Doering (8/2), Schlenker( 3), Heimesath(9/2), Zachau (4), P. Beymann (1), Ganzer, Lühr (2).

Colbitz: Weidemann; Mussil, Holze, Patcharazov (3), Güssau (2), Ulrich (6/2), Röhrmann (2)H. Düsedau(3), Meyer (2), Klaue, Weinberg;