Der Abstieg scheint unaufhaltsam: Der SV Kali Wolmirstedt hat das Nachholspiel gegen den Haldensleber SC II klar mit 2:6 (0:3) verloren und dabei eine ganz schwache Leistung geboten. Die beiden eigenen Tore resultierten nur aus Fehlern der HSC-Abwehr.

Wolmirstedt l "Die Tabelle lügt nicht." So lautet ein altbekannter Fußballer-Spruch, der immer auch ein Fünkchen Wahrheit enthält. Die Tabelle der Bördeoberliga sagt nach 21 Spieltagen aus, dass der Haldensleber SC II mit 45 Punkten auf Platz zwei rangiert, Kali Wolmirstedt ist mit zwölf Zählern abgeschlagen Letzter. Und sie sagt, dass Kali bei zehn Punkten Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz wohl nicht mehr mit dem Verbleib in der Liga rechnen kann, zugleich hat der HSC II nur noch vier Zähler Rückstand auf Spitzenreiter Seehausen.

Großen Anteil daran hat unter anderem Pascal Hampel, der gegen Kali drei Tore erzielte. Den ersten Treffer setzte er bereits in der achten Minute, als er eine Flanke von rechts in der Nähe des Fünfmeterraumes annahm, sich im Zweikampf gegen Damian Richter behauptete und in die lange Ecke einschob. Fünf Minuten später erhielt Eric Peuschel einen Steilpass durch die Kali-Abwehr, den er sicher zum 2:0 vollendete. "Haldensleben hat in der ersten Halbzeit genau erkannt, was unsere Probleme sind. Nämlich Spritzigkeit und das haben sie mit vielen Diagonalbällen ausgenutzt. Dann noch viele individuelle Fehler, man kann schon fast von einem Fehlpass-Festival sprechen, und dann kommt so ein Ergebnis zustande", sagte Spieler-Trainer Manuel Gitschat, der nach der Winterpause Nico Liebscher abgelöst hat.

Danach hatten die Rolandstädter weiter einige gute Chancen, nutzten diese aber nicht. Die Hausherren waren in der Offensive fast gar nicht vorhanden, so dass HSC-Schlussmann Bennet Fattroth in der ersten Halbzeit keinen Torschuss halten musste. Das 3:0 durch Philipp Krause kurz vor der Pause war fast eine Kopie des vorhergegangenen Tores. "Ich habe heute ein paar Spielern die Möglichkeit gegeben sich zu zeigen, um auch die Gemeinschaft zu lassen. Wenn wir voll durchgespielt hätten, dann hätten wir wohl auch ein höheres Ergebnis erzielen können. Aber ob nun 5:1 oder 6:2 ist für mich nicht wichtig", sagte HSC-Co-Trainer Johannes Gaertig, der Daniel Fest vertrat.

Gleich nach dem Seitenwechsel pfiff Schiedsrichter Norman Schmelzer Elfmeter für die Gäste. Hampel verwandelte mit etwas Glück durch den Innenpfosten zum 4:0. Dennis Girke schraubte den Vorsprung in der 50. Minute dann auf 5:0 in die Höhe. "Nach der Halbzeit haben wir mal zehn Minuten Tempo-Fußball gespielt und auch die zwei Tore gemacht. Das war dann für mich der Grund, den Schwächeren auch mal eine Chance zu geben und bin damit auch zufrieden", so der Co-Trainer.

Kurz darauf hatte dann auch Fattroth seinen Arbeitsnachweis. Der Schuss von Daniel Hasenbeck war aber kein Problem. Nach einer Ecke von Florian Blume verkürzte Kali-Kapitän Marcel Liebscher auf 1:5. Das schönste Tor des Tages erzielte kurz vor Schluss Hampel. Er setzte sich auf der linken Seite durch, zog in den Strafraum und traf in die kurze Ecke. In der Nachspielzeit kam Robin Schütte bei einer Flanke unglücklich an den Ball und köpfte diesen ins eigene Tor. "Leben ist auf jeden Fall noch in der Mannschaft und wir hatten uns auch was vorgenommen. Aber durch die Schichtarbeit können wir nur mit drei bis vier Leuten trainieren und dann fehlt es halt", sagte Gitschat tief enttäuscht.

SV Kali Wolmirstedt: Plate - Dömland, Richter, Hagemeier, Blume, Gitschat, Hasenbeck, Böhnke, M. Liebscher, Grothe, Thomas (46. Bjick).

Haldensleber SC II: Fattroth (70. Gelowik)- Horsika (70. Heuer), Schütte, Murupa, Reuter, Hampel, E. Peuschel, Krause, A. Peuschel, Girke (57. Koch), Klaus.

Torfolge: 0:1 Hampel (8.), 0:2 E. Peuschel (13.), 0:3 Krause (42.), 0:4 Hampel (46. FE), 0:5 Girke (50.), 1:5 M. Liebscher (82.), 1:6 Hampel (89.), 2:6 Schütte (90. ET).