Das Osterfest und die Pokalpause sind vorbei, der Endspurt in der Bördeoberliga beginnt mit dem 22. Spieltag. Im Abstiegskampf kommt es zwischen Irxleben II und Wolmirstedt zum Alles-oder-Nichts-Spiel.

Landkreis l Für Eintracht Gröningen war das letzte Spiel vor der Pause durchaus ein Erfolg, beim Haldensleber SC II gab es ein 1:1. Der ISV Haldensleben kassierte dagegen eine 1:3-Niederlage. Am 22. Spieltag treffen beide Seiten nun aufeinander (Anpfiff jeweils um 15 Uhr). ISV-Trainer Heiko Haensch macht das Ergebnis besonders an der "mangelnden Chancenverwertung" fest: "Uns fehlt im Abschluss derzeit die nötige Kaltschnäuzigkeit. Viele Chancen haben wir einfach zu überhastet abgeschlossen." Die Rolandstädter liegen mit 26 Punkten auf Platz neun, die Eintracht kommt auf 20 Zähler und ist 14. "Für uns ist das ein richtungsweisendes Spiel und wir wollen auf jeden Fall verhindern, dass wir mit einer Niederlage noch richtig tief im Schlamassel stecken", so Haensch. Personell sieht es bei den Gästen aber schlecht aus. Sieben Spieler werden fehlen, von denen fünf eine Schlüsselfunktion haben. "Es wird schwer werden, die Ausfälle zu ersetzen. Zumal die alle auch eine Klasse für sich sind."

Die SG Bülstringen empfängt den Oscherslebener SC II. Beide Seiten mussten zuletzt eine Niederlage hinnehmen. Der Aufsteiger verlor 2:3 gegen Niederndodeleben, der OSC II 0:3 in Ummendorf. In der Tabelle haben die Gäste vier Punkte mehr, die Favoritenrolle ist für OSC-Trainer Thomas Klare dennoch nicht eindeutig: "Von der Tabelle her sind wir vielleicht leicht favorisiert. Aber Bülstringen hat ein Heimspiel und ist eine sehr robuste Mannschaft. Von daher stehen die Chancen bei 50:50 Prozent." Aufgrund der engen Zusammenarbeit mit der ersten Mannschaft ist die personelle Lage ungewiss. Carsten Breier (Gelbsperre) und Stefan Kraetzig (Beruf) werden aber fehlen.

Im Abstiegskampf empfängt der SV Irxleben II (15.) den SV Kali Wolmirstedt (16.). Die Zeit nach der 2:6-Klatsche gegen den HSC II war für Kali-Spielertrainer Manuel Gitschat besonders für die psychologische Aufarbeitung wichtig. "Wir haben viel miteinander über unsere Fehler gesprochen. In den freien Tagen war auch kein Training. Zum einen, weil viele verreist waren und zum anderen, weil jeder den Kopf frei bekommen sollte." Für Gitschat ist es das "Alles-oder-nichts-Spiel", bei dem nach langer Zeit der komplette Kader zur Verfügung steht.

Dahlenwarsleben trifft auf Gutenswegen/Klein Ammensleben. Das Hinspiel ging mit 3:2 an den SVG, doch der gegenwärtige Trend spricht für Grün-Weiß, zumal der Gastgeber die heimstärkste Mannschaft und in der Rückrunde als einziges Team noch ohne Niederlage ist.

Empor Wanzleben reist zum SSV Samswegen. Auch hier ist es für beide Seiten ein sehr wichtiges Spiel. Der Sieger kann sich etwas Luft im Abstiegskampf verschaffen, für den Verlierer wird die Situation zunehmend bedrohlicher. Das Hinspiel ging 2:2 aus, damit wäre diesmal keiner zufrieden.

Der Flechtinger SV hat den SV Altenweddingen zu Gast. Am letzten Spieltag verlor der SVA mit 0:1 gegen Samswegen. Auch wenn die Ergebnisse zuletzt sehr wechselhaft waren, SVA-Trainer Mirko Stieler hält das Saisonziel noch für möglich. "Wir hatten vor der Spielzeit Platz vier bis fünf ausgegeben. Und da bewegen wir uns derzeit. Mehr ist wohl nicht mehr möglich, somit müssen wir damit zufrieden sein." Wenn es nach der Statistik geht, dann ist der FSV sogar ein Angstgegner. In bislang drei Begegnungen unterlagen jeweils die Sülzetaler. "Es wird Zeit, dass sich daran was ändert", so Stieler, der seine Mannschaft derzeit selbst als "Wundertüte" sieht. Hannes Petters ist leicht angeschlagen und da wird sich erst noch zeigen, ob es für einen Einsatz reicht.

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