Wulferstedt (sgr) l Wulferstedt setzt die Null-Punktefahrt nach Schackstedt fort. Ohne neun Spieler angereist, führte Germania früh, kassierte den Ausgleich und verlor das Spiel unglücklich in der Nachspielzeit. Genau wie letzte Saison, als drei Tore nicht zum Sieg reichten, sowie dem Jahr davor. Der kleine Schackstedter Platz bleibt vermintes Gelände für das Börde-Team.

Coach Marco Wagner hob die starke Leistung seiner Jungs nach Abpfiff heraus: "Ein Kompliment an die Mannschaft, wie sie hier mit diesen Personalsorgen umgegangen ist, stark gespielt und Gleichwertigkeit errungen hat. Ich kann niemandem einen Vorwurf machen."

Blitzstart für Wulferstedt: Nach zunächst abgewehrter Ecke brachte Kevin Zimmermann den Ball aus dem Halbfeld wieder lang vor das Tor. Robert Dreyer, ganz frei am langen Pfosten, machte ein "Müller-Tor", drückte den Ball von der Torauslinie mit links noch herum, der Ball fand am hinteren Pfosten den Weg ins Tor (2.). Schackstedt war noch nicht auf der Höhe, versuchte sich dafür zunehmend mit intensiv körperlichem Einsatz Respekt zu verschaffen. Chancen gab es eher wenige. Der erste Stellungsfehler wurde dann aber bestraft. Steve Elle hatte plötzlich freie Bahn, ließ Oliver Mantke mit kompromisslosem Flachschuss keine Chance (1:1, 16.). Nach Wiederanpfiff einer der besten Spielzüge der Gäste, in dessen Folge Reimann das Tor ganz knapp aus der Distanz verfehlte (48.).

Jetzt drückte plötzlich Schackstedt für zehn Minuten enorm. Elle legte sich den Ball zurecht, sein Schuss aus dem Strafraum zischte aber knapp über die Latte (55.). Dann eine Glanztat von Mantke bei einem Geschoss aus 18 Metern (57.). Die beste Chance für Wulferstedt hatte Torsten Herbst: Plötzlich frei vor Torhüter Roman Mach konnte Herbst den Ball nur schwer kontrollieren, schoss ihn über die Latte (58.). Wulferstedt versuchte mit den beiden verfügbaren Wechselspielern nochmal die Kondition zu puschen. Natürlich legte der sehr gute Schiedsrichter (zeigte nur eine Gelbe) noch vier Minuten Nachspielzeit drauf.

Den ersten Freistoß vom Sechzehner überstand Wulferstedt schadlos (90.). Beim zweiten Freistoß von fast derselben Position (90.+3) machte sich bereits Skepsis breit. Die war dann auch begründet, denn Wulferstedt konnte den Ball direkt vor der Torlinie nicht dingfest machen. Falke stocherte dazwischen, das Netz zappelte und Schackstedt feierte diesen Sieg dritten "Last-Second-Sieg" daheim gegen Wulferstedt, nach zuletzt drei Niederlagen am Stück, wie die Meisterschaft.

Germania Wulferstedt: Mantke - Behrens, Zimmermann, Dilge, Buchholz, Charwat, Brunke, Dreyer, Reimann, Herbst (67. Jäger), Rode (83. Grzenda).

Torfolge: 0:1 Dreyer (2.), 1:1 Elle (16.), 2:1 Falke (90.+3).

Schiedsrichter: Sebastian Knick (Dessau).

Zuschauer: 41.