Nach dem Erfolg im vorgezogenen Spiel am Donnerstag hat der Oscherslebener SC im Nachholspiel am Sonntag nachgelegt und dem Tabellenzweiten Grün-Weiß Piesteritz einen Punkt abgenommen.

Oschersleben l Beide Mannschaften begannen bei guten äußeren Bedingungen offensiv. Die erste Torchance hatten die Gäste in der 15. Minute, doch der Flachschuss von Müller verfehlte das Ziel. Für den OSC gab es erst in der 17. Minute einen Schuss auf das Tor durch Ahlemann, Torhüter Glaser parierte erst im Nachfassen.

In der 19. Minute hatte der OSC Freistoß, doch die Grün-Weißen blockten den Ball und schalteten sofort auf Konter. Schließlich landete der Ball auf die Latte. Anschließend spielte Falkenberg zu Zander im Angriffs-Zentrum, doch dessen Versuch ging knapp am Kasten vorbei. Diesmal war der OSC im Mittelfeld präsent, erspielte und erkämpfte sich einige gute Möglichkeiten. In der 24. Minute traf Ahlemann den Aussenpfosten, nachdem er sich rechts gut durchgesetzt hatte.

Die Oschersleber, vom Trainergespann gut eingestellt, blieben dran, zeigten hohen kämpferischen Einsatz mit viel Laufarbeit. Doch auch Jordans Schussversuch brachte nichts ein. Auf der anderen Seite verzog Neumann und kurz vor der Halbzeit musste Koch einen Kopfball aus Nahdistanz entschärfen.

Nach dem Seitenwechsel gingen die Gäste etwas energischer und robuster zu Ball und Gegner - gerade bei Kopfbällen. Dann verletzte sich Tom Freisleben. Für ihn kam Bimenyimana und Ahlemann ging ins Abwehrzentrum. In der 63. Minute ging ein Kopfball von Jahnke am langen Pfosten ins Aus. Anschließend wurden die Schüsse von Gerwien und Falkenberg im Strafraum mit Körpereinsatz geblockt.

Es folgte der Schock für den OSC: In der 66. Minute setzte sich Piesteritz auf seiner rechten Seite bis zur Grundlinie durch und die scharfe Hereingabe fälschte Pohlmann ins eigene Netz ab - 0:1. Aber anders als zuletzt häufig war der OSC dieses Mal nicht geschockt. Die Heimelf spielte weiter voll auf Angriff und in der 71. Minute flog eine Flanke durch den Strafraum von Piesteritz. Gerwien und Zander verfehlten den Ball, aber Isaac Bimenyimana stand richtig und vollendete mit straffem Schuss ins rechte Eck zum Ausgleich.

Es entwickelt sich ein offener Schlagabtausch. Gerwien setzte sich auf der rechten Seite durch, seine Flanke erreichte am zweiten Pfosten Zander, der nur noch den Kopf hinhalten musste - 2:1 (80.). Die Grün-Weißen legten eine Schippe drauf und verschafften sich mit ihrer robusten Art - besonders bei den Kopfball-Duellen - Respekt. In der 84. Minute gab es Freistoß aus dem Mittelfeld und der Ball von Thöner ging an Freund und Feind vorbei bis ins Tor zum 2:2-Endstand.

Ein interessantes, kurzweiliges Spiel mit vielen Höhepunkten auf beiden Seiten. Schiedsrichter Hildbrandt (Nebra) und seine Assistenten waren gute und sichere Leiter der Begegnung.

Bereits morgen Abend tritt der Oscherslebener SC zum dritten Punktspiel innerhalb einer Woche an. Die Sauerbach-Elf ist ab 19 Uhr zu Gast beim BSV Halle-Ammendorf und wird versuchen, beim Tabellenachten ebenfalls zu punkten. Mit einem Sieg würde man in der Tabelle sogar vom inzwischen zwölften auf den zehnten Platz klettern.

Oscherslebener SC: Koch - Pohlmann, Freisleben (52.Bimenyimana), Rasch, Schütze - Falkenberg (70.Beck), Pirsch, Jordan - Tino Ahlemann, Gerwien (89.Sacher), Zander

Torfolge: 0:1 Pohlmann 66. Eigentor, 1:1 Bimenyimana 71., 2:1 Zander 80., 2:2 Thöner 84.

Zuschauer: 76.

Schiedsrichter: Frank Hildebrandt (Nebra, Unstrut), Martin Krause, Jens Rosenbaum.