Haldensleben l "Der letzte Eindruck bleibt", hatte Matthias Schröder vor dem letzten Saisonspiel des HSV Haldensleben gegen die TSG Calbe gesagt. Mit Leidenschaft sollte seine Mannschaft vor heimischem Publikum für einen versöhnlichen Abschluss einer mäßigen Spielzeit sorgen. Das gelang allerdings nur 46 Minuten lang.

Der Gastgeber lieferte ein Spiel ab, das die abgelaufene Saison gut abbildet. Seine (erste) schwache Phase erwischte der HSV diesmal gleich zu Beginn, lag nach mangelnder Chancenverwertung gegen konzentrierte und lautstark unterstützte Calbenser mit 1:4 und 2:8 in Rückstand. Die Partie wurde in der Folge ruppiger, die zusätzlichen Emotionen schienen die Haldensleber zu beflügeln. Stück für Stück knabberte die HSV-Sieben etwas vom Vorsprung ab, verkürzte nach der Pause durch Andy Krüger bis auf drei Tore (12:15). Es war nun eine Begegnung auf Augenhöhe. Allerdings nur bis zum 16:20. Dann zerfiel der HSV Haldensleben in seine Einzelteile. In der Offensive wurden klare Möglichkeiten nicht genutzt - Tysack, Stolze und Teßmann verwarfen gleich drei Siebenmeter in Folge - und hinten konnte auch der reaktionsschnelle Philipp Wolke die Flut an Gegentoren nicht eindämmen. So startete der Landesmeister, der nur selten überragend spielte, einen 10:1-Lauf und sorgte für eine Demütigung der HSV-Sieben, die einmal mehr ihre Grenzen aufgezeigt bekam.

"Wir haben 46 Minuten unsere Sache ganz ordentlich gemacht. Wenn du aus 63 Abschlüssen nur 19 Tore machst, kannst du gegen keinen Gegner gewinnen", resümierte Trainer Schröder. Der letzte Eindruck war kein guter.

HSV Haldensleben: Domann, Wolke - Möritz (3), Hilliger(2), Teßmann, Kruse (2), Bierhals, Wurzel, Mucheyer, Fister (2), Stolze (1), Tysack (2), Krüger (4), Wille (2).

TSG Calbe: Wiederhold - Walter, Barby (2), Krause (3/2), Gieraths (1), Hulha (5), Kaiser (6), Rätzel, Weiß (3), Kralik (2), Hübner (8).

Siebenmeter: Haldensleben 5/1 - Calbe 2/2, Zeitstrafen: Haldensleben 5 - Calbe 5.