Wulferstedt (sgr) l Das erste Mal Benjamin Rode dabei und schon holt Wulferstedt noch nie gewonnene Punkte in Bernburg. Durch eine Umstellung in der 37. Minute wechselte Marco Wagner den Sieg ein. Rode kam und drehte die Partie in der zweiten Hälfte mit einem lupenreinen Hattrick zum ersten Triumph der Wulferstedter in der Saale-Stadt.

Sandig sorgt für frühen Rückstand

Dabei begann Germania richtig schlecht. Die Abstimmung funktionierte nicht, dazu kamen Unkonzentriertheiten und grobe Fehler im Zweikampfverhalten. Der Ball wurde auf der rechten Abwehrseite wieder hergeschenkt, Bernburg brachte den Ball ins Zentrum, hier klärte Wulferstedt statt zur Seite oder nach vorn, vor die Füße von Jan Sandig. Der ließ Olli Mantke aus 16 Metern keine Chance und es stand 1:0 (4.).

Zunächst sah es etwas besser aus. Auch Germania brachte den Ball in Richtung bzw. auf das Bernburg-Tor (6., 9., 18.), doch für Christian Richter war das alles problemlos. Dann wuchs Mantke über sich hinaus. Zunächst hielt er einen "hundertprozentigen" Kopfball des vor ihm frei köpfenden Andreas Knop nur durch einen Reflex (27.).

Auch blieb er Sieger gegen den frei anlaufenden Florian Schröder (35.). Zwischendurch klärte Christian Reimann noch auf der Torlinie (32.). Ganz klar hielt Olli Mantke seine Mannschaft durch diese Aktionen im Spiel. Bernburg verzweifelte fast. Ein 3:0 wäre durchaus denkbar gewesen.

Oder besser ein 3:1, denn auch René Jahn nahm den Ball im Strafraum schön mit, verpasste dann aber direkt vor Richter einen satten Torschuss (34.). Es war die bis dahin beste Gäste-Möglichkeit. Der inzwischen eingewechselte Rode erarbeitete sich bis zur Pause durch gute Szenen bereits den ersten Respekt seiner Gegner.

Mantke hielt dann wieder stark gegen Bernburgs Torjäger Knop (51.). Doch langsam kam Wulferstedt richtig gut in Fahrt. Unglücklich noch die Szene, als Dreyer nach tollem Spielzug plötzlich frei im Strafraum stand, der Abschluss dann aber halb Querpass halb Torschuss war und im Nichts endete (53.). Benjamin Rode setzte sich endlich im Strafraum für ihn typisch durch, der Ball klebte am Körper, er drosch ihn mit Vollspann in den Winkel (1:1, 62.).

Rode glänzte auch als Vorbereiter für Behrens, dessen Schuss zur Ecke abgefälscht wurde (68.). In dieser Druckphase musste der gute Schiedsrichter Dirk Rittweger (nicht eine Karte gezeigt) das Spiel wegen eines Gewittergusses für acht Minuten unterbrechen.

Nach Gewitterpause sofort hellwach

Als es wieder losging, stand es sofort 2:1. René Jahn flankte von links und Rode köpfte völlig freistehend vor Richter gefühlvoll wohin? - In den Torwinkel (73.). Die nun wie aufgescheucht agierenden Bernburger erzeugten nur noch sporadischen Druck. Wulferstedt stand sehr gut und bei Oliver Mantke war der Ball so sicher wie in Abrahams Schoß.

Dann die Entscheidung: Ein Verteidiger spielte einen Rückpass zum Torhüter. Der Ball wurde immer langsamer, aber Rode immer schneller. Er erlief sich den Rückpass, ließ Richter aussteigen und spazierte mit dem Ball zum umjubelten 3:1 ins Tor (88.).

Germania Wulferstedt: Mantke - Behrens, Dilge, Charwat (37. Rode), Buchholz, Brunke, Dreyer, Zabel (84. Matthias), Stadler, Reimann, Jahn

Torfolge: 1:0 Sandig (4.), 1:1, 1:2, 1:3 (62., 73., 88., alle Benjamin Rode)

Schiedsrichter: Dirk Rittweger - Steffen Neumann, Thomas Stude

Zuschauer: 41