Am Sonntag ist in Magdeburg das Finale der Landesmeisterschaft ausgespielt worden. Qualifiziert waren die besten vier Vereine aus den Vorrunden. Mit dabei waren der Jessener SV 53, HSV Magdeburg, SV Union Halle-Neustadt und der TSV Niederndodeleben.

Niederndodeleben l Kurz nach 10 Uhr erfolgte der Anpfiff des ersten Spiels, das wie alle anderen über zweimal 15 Minuten ging. Der TSV Niederndodeleben ging gegen Jessen schnell mit 3:0 in Führung und baute diese stetig weiter aus. Zur Halbzeit stand es 12:6. Doch was dann geschah, war aus Sicht des Vertreters aus der Anhalt-Liga unfassbar: Jessen erzielte in der zweiten Halbzeit keinen einzigen Treffer. Die Mannschaft aus der Börde gewann daher souverän mit 29:6.

In der zweiten Begegnung besiegte der HSV Magdeburg den SV Union Halle-Neustadt mit 23:15. Damit waren die Rollen um den Titel klar verteilt: TSV gegen HSV. Im nachfolgenden Spiel zwischen Jessen und Halle setzte sich der JSV nach einem Duell auf Augenhöhe mit 28:24 durch.

Im Topspiel TSV Niederndodeleben gegen den HSV Magdeburg war die Spannung auch auf den Rängen spürbar. Die dominierende Farbe in der Halle war dabei grün, denn der TSV stellte mit Abstand den größten Fanblock. Der HSV ging mit 1:0 in Führung, Lena Wörfel glich in der dritten Minute aus. Die erneute Führung für die Landeshauptstädterinnen egalisierte Anna-Lena Kudwin per Siebenmeter. Danach traf erneut Wörfel zum 3:2, zwei Siebenmeter von Anni im Anschluss und ein Tor von Frederike Raue beendeten die erste Halbzeit mit 6:7.

Nach dem Seitenwechsel war der HSV am Drücker und konnte sich in der 19. Minute mit drei Treffern (11:8) absetzen. Eine Zeitstrafe für Lucy Gündel tat ihr Übriges, nach 22 gespielten Minuten stand es 9:13. Aber die TSV-Mädels gaben sich noch nicht geschlagen. Raue verkürzte auf 10:13. Hannah Hönsch hielt ihren Kasten sauber, parierte mehrmals, doch dann scheiterte der TSV vom Siebenmeterpunkt. Danach gab es zwei weitere Siebenmeter, die Gündel und Kudwin verwandelten. Und in der 28. Minute stand es nur noch 13:14. Beide Mannschaften spürten jetzt den Druck, denn es ging um den Titel. Raue schloss in der vorletzten Minute einen Konter zum 14:14 ab. Danach kam der HSV gegen die Abwehr nicht mehr an. Zum Abpfiff stand es weiter 14:14.

Beide Mannschaften hatten bis dato drei Punkte. Sollte am Ende wirklich die Tordifferenz entscheiden?

Nach einer kurzen Pause stand das vorletzte Spiel, Halle-Neustadt gegen den TSV, an. Hier war die Sache mehr als deutlich. Es folgte ein Kantersieg von 35:8. Wenn die Magdeburgerinnen den Titel jetzt noch gewinnen wollten, dann hätten sie in der letzten Partie des Tages gegen Jessen eine Tordifferenz von 43 in 30 Minuten erzielen müssen. Zur Pause stand es 12:10 für den HSV, der letztendlich mit 21:12 gewann.

Damit hieß der Sieger TSV Niederndodeleben und die mitgereisten Eltern und Fans feierten ihre Mannschaft und das Trainergespann ausgiebig. Nach der Vize-Meisterschaft in der Nord-Liga gab es dann doch noch Grund zum Jubeln. Doch die Saison ist noch nicht vorbei: Am 20. und 21. Juni finden in Wismar die (inoffiziellen) Ostdeutschen-Meisterschaften statt.

Endstand:

1. TSV Niederndodeleben378:28505:1

2. HSV Magdeburg 358:41175:1

3. Jessener SV 53 346:74-282:4

4. SV Union Halle-Neustadt347:86-390:6

TSV Niederndodeleben: Hannah Hönsch - Rebecca Ludwig (7 Tore), Lena Wörfel (7), Anna-Lena Kudwin (17), Lucy Gündel (15), Hannah Reppin (4), Eileen Geue (4), Anna Lehmann (2), Lynn-Marie Görner (1), Frederike Raue (9), Josephin Merkel (6), Julia Kossina , Johanna Felgentreff (3).