Im Schlussspurt der Saison wird Spitzenreiter FSV Barleben nicht eben vom Glück verfolgt, auch wenn die Ergebnisse stimmen. Die Personallage hat sich vor dem heutigen Spieltag zugespitzt. Gleich auf elf Akteure - also praktisch eine komplette Mannschaft - muss Trainer Mario Middendorf verzichten.

Landkreis l Mit 13 - inklusive Co-Trainer 14 - Spielern begeben sich die Barleber auf die Reise zum 1. FC Bitterfeld-Wolfen. Anpfiff ist dort um 15 Uhr. Nicht mit dabei sind definitiv Mathieu Bèle, David Hennig (beide Sprunggelenksverletzungen), Marcel Brendel (Meniskus), Angelo Strauß (Schulter), Philipp Hennecke (Aufbautraining), Rick Goedicke (Leiste), Christian Uffrecht, Thomas Hagedorn und Torsten Kühnast (privat verhindert). Dazu gesellen sich voraussichtlich auch René Heckeroth (Arbeit) sowie Marwin Potyka, der sich in der Partie gegen den OSC am Schienbein verletzte. Nicht so schlimm, es geht ja nur gegen den Tabellenzehnten - könnte man denken. Jedoch taten sich die Barleber im Hinspiel nicht leicht, gewannen erst durch zwei Tore in der Schlussphase 2:0. Und auch Middendorf hat keine so guten Erinnerungen an diesen Gegner: "In der vergangenen Saison habe ich dort mit der U23 des FCM 0:3 verloren. Es ist ein unangenehmer Gegner, der nichts zu verlieren hat und befreit aufspielen kann. Das wird nicht leicht."

Erst am Sonntag um 14 Uhr erwartet der Haldensleber SC den 1. FC Lok Stendal. In der Vergangenheit mussten in diesem Vergleich zumeist die Altmärker Punkte lassen, wie im Hinspiel beim 1:1. Der Gastgeber verfügt als Achter über 39 Punkte (ein Spiel mehr als Lok, 43). Die Stendaler beklagen den Ausfall eines prägenden Spielers. Franz Erdmann hat sich im Training eine Knöchelverletzung mit Bänderrissen zugezogen. Die Zwangspause dürfte vier Wochen betragen. Dann jedoch ist die Saison beendet. Ansonsten gibt es keine Ausfälle im Lok-Kader. Auch bei den Haldenslebern fehlt nur ein Spieler, Thomas Gießmann ist verletzt.