Zwei wichtige Punkte im Kampf um den Aufstieg zur Handball-Verbandsliga hat der SV Lok Oschersleben eingefahren. Beim HV Wernigerode II ist der Bezirksliga-Mannschaft um Trainer Roland Eisenkolb ein hart umkämpfter 32:29 (15:12)-Sieg gelungen.

Oschersleben. Mit 25:5 Punkten hat die Lok-Sieben wieder die Tabellenführung übernommen. Ernsthafteste Verfolger bleiben Germania Borne (24:4) und Eintracht Glinde II (22:6) mit jeweils noch einem Spiel Rückstand.

Ein Selbstläufer war das Spiel nicht. Wernigerode hielt lange dagegen und machte dem Gast das Siegen schwer. Die Heimmannschaft hatte mit den Oscherslebern noch eine Rechnung aus dem Hinspiel offen, wollte unbedingt Revanche für die 20:28-Pleite.

Dementsprechend motiviert ging Wernigerode ans Werk. Doch auch Lok Oschersleben zeigte sich von der guten Seite und stand von Anbeginn unter Dampf.

Ein ansprechender Start verhalf den Oscherslebern zur 3:1-Führung. Zweimal wurde der Vorsprung verspielt, glich Wernigerode beim 10:10 und 11:11 aus. Danach war Lok wieder am Zug. Innerhalb weniger Minuten verschafften sich die Gäste etwas Luft und legten das 15:11 vor.

Mit dem Schlusspfiff der ersten Halbzeit verkürzten die Harzer auf 12:15. Sie erwischten auch den besseren Start in die zweite Halbzeit und verringerten den Rückstand auf 14:15. Bis Mitte der zweiten Spielhälfte lieferten sich beide Mannschaften einen offenen Schlagabtausch. Zu diesem Zeitpunkt stand es 21:21 unentschieden. Doch Lok hielt die Spur und kämpfte unverdrossen weiter. Ein energischer Zwischenspurt ließ Oschersleben auf 26:22, später auf 30:25 und 31:26 enteilen. Dieser Vorsprung reichte aus, das Spiel für sich zu entscheiden. Beide Mannschaften zeigten ein gutes Bezirksliga-spiel.

So sah es auch Lok-Trainer Roland Eisenkolb: "Auf der Mannschaft lastete ein enormer Druck, denn ein Sieg in diesem schweren Auswärtsspiel war Pflicht. Aber dazu war gegenüber den letzten Punktspielen eine deutliche Steigerung nötig. Deshalb wurden in der Mannschaftssitzung Hemmnisse angesprochen und in einer konstruktiven Atmosphäre nach Lösungen gesucht und Vorschläge unterbreitet. Im Spiel war zu sehen, dass die Spieler die getroffenen Festlegungen mit sehr viel Disziplin und Engagement umgesetzt und eine tolle Moral gezeigt haben. Wir konnten uns zwar nie richtig absetzen, aber es gab auch keine Schwächephase, in der wir um den Sieg bangen mussten. Wenn es etwas zu kritisieren gab, dann war es unsere Chancenverwertung. Aber mit diesem Phänomen haben auch gut bezahlte Handballer zu kämpfen.

SV Lok Oschersleben: Fichtner, Pierschalla - Hilliger (5), Trojahn (1), Rudolph (2), Garnatz (6), Müller. Timner, Schannor (4), D. Fischer (1), T. Fischer (2), Armbrüster (4), Levec (4).

Siebenmeter: 2/1. Zeitstrafen: 7.