In Altenweddingen gibt es nichts zu holen - mit dieser Erkenntnis musste der Spitzenreiter der Fußball-Landesklasse, FSV Barleben, wieder einmal die Heimreise vom Auswärtsspiel beim vom Abstieg bedrohten SV Altenweddingen antreten. Die Sülzetaler haben ihre Außenseiterchance genutzt und durch ein Tor von Martin Ruffert mit 1:0 gewonnen. Dabei trat die Heimelf erneut als eingeschworene Einheit auf, während der gefrustete Tabellenerste sich gegen Ende der spannenden Partie sogar noch durch eine Rote Karte selbst schwächte.

Altenweddingen. Zu Beginn der Partie trat der FSV Barleben noch wie ein Tabellenführer auf. In der fünften Minute hatte Altenweddingen zum ersten Mal Glück. Ein langer, hoher Ball des FSV, über die Abwehr der Heimelf gelupft, genau in den Lauf eines Angreifers, brachte höchste Gefahr. Keeper Thiele lief dem Ball entgegen, kam aber einen Schritt zu spät und konnte den Torschuss nicht verhindern. Auf der Linie rettete allerdings Steffen Köppe, der die Gefahr erkannt hatte. Danach klärte Thiele einen Schuss von Heckeroth ohne Mühe.

In dieser Anfangsphase wirkte die Abwehr der Sülzetaler oft unsortiert. Bei einem hohen Ball von der linken Seite kam am langen Pfosten ein FSV-Spieler frei zum Abschluss, verfehlte aber das Tor (15.). Der Heimelf gelang noch nicht viel. Robin Koch hatte die erste bessere Gelegenheit (18.), traf aber mit seinem strammen Linksschuss nur das Außennetz. Danach war wieder der FSV im Vorwärtsgang. Ein Schuss von Wendenburg (33.) zischte nur knapp über das Tor der Sülzetaler. Inzwischen war auch der Gastgeber besser im Spiel. Eigene Angriffe aufzubauen, fiel jedoch noch schwer. In der 42. Minute hatte dann Hannes Petters für den SVA noch eine gute Möglichkeit, traf jedoch den Ball nicht voll.

Mit dem 0:0 zur Pause konnte der SVA besser leben als der FSV. Die erste Chance der zweiten Spielhälfte hatte wieder der Gast aus Barleben mit einem Fernschuss von Griesche (48.). Auf der anderen Seite traf Hannes Petters nach Doppelpass mit Ruffert nur den Pfosten (55.). In diese gute Phase der Heimelf hinein fiel auch der einzige Treffer. Lucht hatte einen Kopfball auf das FSV-Tor gelenkt, der FSV-Keeper Härtl in Schwierigkeiten brachte. Ruffert schaltete am schnellsten und traf zum 1:0 (65.). Die Gäste, sichtlich überrascht, versuchten nun alles, um wenigstens zum Ausgleich zu kommen, brachten sogar noch den früheren FCM-Spieler Christian Prest als Angriffsspitze. Dieser hatte auch noch drei sehr gute Möglichkeiten, vergab aber knapp. In dieser Druckphase schwächten sich die Barleber durch eine Rote Karte gegen Schönburg auch noch selbst. Mit Glück und Geschick konnte der SV Altenweddingen den 1:0 Vorsprung über die Zeit retten und hat drei ganz wichtige, wohl auch unerwartete Punkte im Abstiegskampf geholt.

SV Altenweddingen: Thiele - Lucht, St. Köppe, Herzog, Ruffert, Stieler, N. Schünemann, Mootz, T. Köppe (72. Schmeier/ 90. Partscht), Koch (65. Luster), H. Petters.

FSV Barleben: Härtl -Kühnast, Schönberg, Pirsch, Schlaugat, Schindler, Heckeroth, Wendenburg (78. Prest), Siering, Raugust (27. Scheinhardt), Griesche.

Tore: 1:0 Ruffert (65.). Zuschauer: 210.

Schiedsrichter: Bismark (Miesterhorst).