Hötensleben. Von 1945 an hat Hötensleben zur Sowjetischen Besatzungszone gehört. Als Vertreter der zweiten Gruppe der Spielklasse der Magdeburger Region nahm Eintracht Hötensleben 1948 an den Aufstiegsspielen zur Landesklasse Sachsen-Anhalt, Gruppe Nord, teil.

In der Qualifikation setzte sich die Mannschaft gegen Diesdorf, Quedlinburg und Magdeburg/West durch. Die Landesklassen (später Landesligen) bildeten zu dieser Zeit die höchsten Fußball-Leistungsklassen in den fünf Ländern der damaligen sowjetischen Besatzungszone.

Mit 19:17 Punkten (34:32 Tore) schloss die Eintracht die Saison 1948/49 mit dem beachtlichen fünften Platz hinter Stendal, Schönebeck, Magdeburg und Burg ab. Auch im Spieljahr 1949/50 wurde in der nunmehrigen Landesliga in zwei Staffeln gespielt. Nach dem Abschluss der 22 Punktspiele in der Staffel West belegte Hötensleben mit 29:19 Punkten (49:42 Tore) erneut Rang fünf. Landesmeister wurde Thale, das in die neuen DS-Liga (später Oberliga) aufstieg und 1950 sensationell den FDGB-Pokal gewann.

Nach 1950 kam der Abstieg aus der Liga

In der Saison 1950/51 spielte man in Sachsen-Anhalt nur noch in einer Staffel. Hötensleben konnte leistungsmäßig leider nicht mehr mithalten und belegte im Feld der 16 Mannschaften mit 20:40 Punkten (62:93 Tore) nur den 14. Tabellenplatz, der leider den Abstieg aus der Landesliga bedeutete.

Die drei Jahre in der höchsten Spielkasse Sachsen-Anhalts bestätigten aber den guten Ruf des Hötensleber Fußballs. Die Hötensleber Farben wurden in den Jahren von 1945 bis 1951 unter anderem von Horst Göllner, Heinz Knopp, Karl-Heinz Meier, Kurt Bodyschek, Rudi Ohnesorge, Horst Dörr, Walter Krull, Fritz Weljehausen, Günter Müller, Otto Künnemann, Willi Gritzan, Dieter Eggers, Lothar Bosse, Fritz Borchardt, Clemens Perschke, Gerhard Denecke, Günter Henseleit, Edgar Dopieralla, Willi Görke, Willi Ziemann, Otto Baranowski, Gerhard Krull, Hubert Ohnesorge, Hartmut Blaue, Helmut Theiß, Georg Hermel, Rudolf Schulze, Helmut Jochade, Heinz Henne und Heini Köchig vertreten. Als Trainer und Betreuer waren Walter Klatt, Willi Vogelsang, Albert Labodt und Arno Hermann tätig.