Oschersleben. Heute findet das Spitzenspiel der Handball-Bezirksliga in der Oschersleber Damaschkehalle statt.

Um 17 Uhr empfängt Gastgeber SV Lok den SV Germania Borne. Der Sieger dieser mit Spannung erwarteten Auseinandersetzung wird einen großen Schritt in Richtung Meisterschaft und Aufstieg in die Verbandsliga gehen. Das Hinspiel hatte Oschersleben deutlich 32:24 gewonnen und nichts wünschen sich Mannschaft und Fans sehnlicher, als die Wiederholung des Erfolges. Dem wollen die Germanen eigene Ziele entgegensetzen und trachten nach Revanche für diese Schmach. Welche Brisanz über dieser Richtung weisenden Begegnung des Tabellenersten (Lok bringt es auf 29:5 Punkte) gegen den Tabellenzweiten (Borne hat 28:4 Zähler gesammelt - mit einem Spiel weniger) liegt, verrät die Ansetzung der Unparteiischen. Mit den ehemaligen Bundesliga-Schiedsrichtern Hagen Becker und Axel Hack werden zwei absolute Profis ein Auge auf die Kontrahenten werfen. So gilt für die Oschersleber Akteure, Disziplin zu wahren, denn auch diese kann eine Mannschaft stark machen oder schwächen - je nach Verhaltensmuster der einzelnen Charaktere.

Ob den Bodestädtern Erfolg beschieden sein wird, liegt an ihnen. Sie werden sich in dieser Auseinandersetzung nicht viele Fehler leisten können. Das gilt für Deckungs- und Angriffsverhalten gleichermaßen. Aus sicherer Verteidigung heraus in Ballbesitz kommen und Angriffe bis zur besten Wurfgelegenheit ausspielen, ist die wahrscheinlichste und effizienteste aller Möglichkeiten.

Wie den Germanen beizukommen ist, weiß Lok-Trainer Roland Eisenkolb: "Für unseren Gegner ist es das entscheidende Spiel. Gewinnt Borne, ist es durch. Für uns ist es eine schwere Hürde, aber noch nicht das Ziel. Vor uns stehen noch weitere schwere Spiele. Ich hatte am Sonntag Gelegenheit, mir Borne in einem Punktspiel anzusehen. Trotz einer schwachen Mannschaftsleistung haben sie dieses Spiel gewonnen, weil sie über gute Einzelspieler verfügen. Es muss uns gelingen, den Aktionsradius von Fink und Friedrich einzuengen. Je besser uns dies gelingt, je größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass wir gewinnen werden. Wir werden uns auf jeden Fall optimal vorbereiten und im Spiel alles geben, um als Sieger vom Platz zu gehen. Die Mannschaft hat die Chance, etwas Großes zu erleben. Sie könnte im letzten Punktspiel in dieser ehrwürdigen Damaschkehalle den Aufstieg feiern."

Abteilungsleiter Rolf Tarrach mahnt Geschlossenheit der Lok-Mannschaft an: "Wenn es nicht gleich rund läuft, dürfen wir nicht den Fehler machen, in Einzelaktionen zu verfallen. Denn nur über eine geschlossene Mannschaftsleistung werden wir Borne bezwingen können. Diesem Ziel müssen sich alle Spieler unterordnen, um den Erfolg nicht zu gefährden. Wir hoffen auf viele Fans und ein faires Match." SR: Hagen Becker/Axel Hack