Wulferstedt (sgr). Mit 1:3 haben sich Germania Wulferstedts Landesklasse-Fußballer am Sonnabend dem VfB Gröbzig geschlagen gegeben. Der glückliche Marco Bergmann, Trainer des VfB, nach dem Spiel: "Wir haben maximal auf einen Punkt spekuliert, wussten aber, dass Wulferstedt angeschlagen ist."

Enttäuschung und Ratlosigkeit dagegen bei Germania. Die Einstellung stimmte, doch auf dem Platz sah die Wahrheit ganz anders aus. Neue Sorgen beschäftigten Trainer Siegmar Hohmann vor dem Spiel: Mit Daniel Brunke (Trainingsverletzung) und Daniel Dräger (krank) fielen zusätzlich zwei Abwehrspieler aus. Quereinsteiger Sören Dannenberg verdiente sich nach langer Pause in der ungewohnten Formation Respekt. Nach torloser erster Hälfte und passablem Fußball sah für Wulferstedt alles noch hoffnungsvoll aus. Einziges Manko war die schwache Durchschlagskraft bei der ohnehin seit Wochen anhaltenden Chancenarmut. An der starken Zurückhaltung der Gäste, die gleich freiwillig die Konterrolle einnahmen, merkte man, dass ein Punkt auf ihrer Zufriedenheitsskala ganz oben stand. Einzig bei Standards musste vor allem Sebastian Nowack auf der Hut sein. Als Martin Schrader nach 30 Minuten Bekanntschaft mit der Werbebande machte, musste der nächste Spieler verletzt vom Feld. Für ihn kam nach langer Verletzungspause Philipp Jekal zurück. Er setzte mit schönen Pässen Akzente.

Nach der Pause war das Feuer bei Germania raus. Jekal wurde im Strafraum böse gefoult, doch Schiedsrichter Schütze verweigerte den klaren Strafstoß (60.). Als Libero Robert Jäger und Sebastian Nowack bei einem hohen Ball gemeinsam einen Aussetzer hatten, fiel der Ball zum 0:1 hinter Nowack ins Tor (61.). Wulferstedt drängte jetzt auf den Ausgleich. Einen perfekten Konter schloss Gröbzig zum vorentscheidenden 2:0 ab (81.) und bei einem erneut klaren Strafstoß zeigte sich diesmal auch der Referee einsichtig: Vom Punkt traf der VfB zum 3:0 (84.). Nachdem Torsten Herbst Pech bei einem Pfostenkopfball hatte (88.), sorgte Stadler nach schöner Kopfballverlängerung von Herbst mit dem 1:3 nur noch für Ergebniskosmetik.

Dank der punktereichen Hinrunde ist zumindest ein Polster geschaffen, das wohl ausreicht, um Wulferstedt vor ernsthaftem Kontakt mit der Abstiegszone zu bewahren.

Wulferstedt: Nowack - Dannenberg, Jäger (71. Herbst), Dreyer, Zabel, Schrader (31. Jekal), Frick, Burghardt, Charwat, Stadler, Jahn (73. Reimann)

Tore: 0:1 (61.), 0:2 (81.), 0:3 (FE, 84.), 1:3 Stadler (90.). Schiedsrichter: Christian Schütze (Magdeburg). Zuschauer: 100.