Klein Wanzleben (hfl). Früh haben Empor Klein Wanzlebens Landesklasse-Fußballer gegen Union Heyrothsberge das 1:0 bejubelt, spät das entscheidende Gegentor kassiert und wieder einmal in den letzten Sekunden 1:2 verloren.

Eigentlich hätte der Start nicht besser sein können, denn nach 120 Sekunden führte Empor durch Thiems Eigentor nach einem Klosa-Eckstoß. Doch das weckte die Gäste, die nun großen Druck entwickelten. Im Versuch gegenzuhalten, unterliefen den Gastgebern trotz hoher Lauf- und Kampfbereitschaft zu viele Fehler. Eine Vielzahl Eckstöße waren ein klarer Beleg. Torhüter Braun vereitelte mehrmals den Ausgleich. So blieb es beim knappen Vorsprung für Empor.

Der zweite Durchgang sollte, wenn auch sehr spät, die Wende bringen. Zunächst musste Jan Flügel (54.) den Platz verlassen. Das sorgte für einen Bruch im Empor-Spiel. Danach stand Schiedsrichter Klinge im Fokus der Klein Wanzleber. Sie sahen sich insbesondere bei zwei Entscheidungen benachteiligt. So verhängte er einen Handstrafstoß als einem Empor-Abwehrspieler aus Nahdistanz der Ball an den Unterarm geschossen wurde. Die Chance ließ sich Daniel Ziemann nicht entgehen - 1:1 (73.). Empor bäumte sich auf. Vor allem Jens Ferl zerrte an den Ketten, übersah aber mehrmals den besser postierten Nebenmann. Als er in der 85. Minute im Strafraum zu Fall gebracht wurde, blieb der Pfiff des Schiedsrichters aus. Hier hatten die Klein Wanzleber einen Foulelfmeter erwartet. Dann die letzten Sekunden: Eric Fischer machte den Gästesieg perfekt, als nach einem Freistoß ein schon abgewehrter Ball wieder ins Spiel gebracht wurde. So steht Empor erneut mit leeren Händen da und hat den Abstiegskampf pur selbst eingeleitet.

Empor Klein Wanzleben: Nils Braun - S. Dänicke, Maier, Jordan, Gawrosch, Pape, Klosa, Flügel (54. Nicky Braun), F. Dänicke, Kühne, Ferl.

Torfolge: 1:0 Thiem (2./ET), 1:1 Ziemann (73./HE), 1:2 Fischer (90.+2).

Zuschauer: 93. Schiedsrichter: Klinge (Magdeburg).