Langenweddingen (sbr). Nach vierwöchiger Punktspielpause geht es heute für Langenweddingens Handballer um das Trainergespann Markus Deinert und Nadine Hentrich in der Sachsen-Anhalt-Liga weiter. Am drittletzten Spieltag kommt es heute zum ewigen Klassiker, zwischen der TSG Calbe und den Gästen.

Ein Duell, welches schon seit vielen Jahren die Zuschauermassen animiert und viel Kampf- und Einsatzbereitschaft auf beiden Seiten verspricht. Die TSG, derzeitig mit 24:18 Punkten auf Platz sechs der aktuellen Tabelle geführt, will dieses Spiel natürlich unbedingt für sich entscheiden. Gerade nach dem verpassten Pokalsieg am vergangenen Wochenende und der bitteren Rückspielniederlage gegen den Staffelkontrahenten aus Schönebeck, ist man bei seinen Anhängern auf Wiedergutmachung aus. Calbes Trainer René Linkohr jedenfalls hofft, mit einem Sieg die Saison noch einigermaßen zu retten.

"Wir können noch auf Platz fünf oder vier klettern. Wir wollen beweisen, dass wir das Bestmögliche aus uns herausholen können." Linkohr kann mit seinem Team in Bestbesetzung antreten. Auf Spielmacher René Hulha, den Lenker und Denker im TSG-Spiel, sollte man besonders Acht geben. Von seiner cleveren Spielweise profitieren Calbes Topshooter: Christian Hübner und der wiedergenesene Felix Kralik. Heißt also für den SVL, diese Achse unbedingt in den Griff zu bekommen.

Doch dies wird nicht der einzige Prüfstein der Deinert-Sieben sein, denn noch ist unklar, in welcher Formation sie auflaufen wird. Definitiv werden Nick Bollmann und Carlo Bzdok (beide arbeitsbedingt) nicht zur Verfügung stehen. Gleiches gilt eventuell auch für Sebastian Höppner. Daher wird die TSG als kleiner Favorit gehandelt.

"Das wird heute eine verdammt harte Aufgabe für mein Team, denn Calbe wird sicherlich alles geben, um die Pokalniederlage vergessen zu machen. Hinzu kommt, dass der Gegner dadurch im Rhythmus bleiben konnte, bei uns war nicht mal richtig an Training zu denken. Calbes Stärke ist, dass sie kompakt in der Abwehr stehen und das Umschalten von Abwehr auf Angriff ganz hervorragend beherrschen. Wir müssen unbedingt verhindern, dass sie ihr erfolgreiches Kombinationsspiel aufziehen können. Wir haben die Chance etwas mitzunehmen, denn nur mit einem Sieg haben wir weiterhin die Hoffnung auf eine Medaille und das sollte jedem klar sein", meint Langenweddingens Trainer Markus Deinert vor dem Spiel.

Der SVL jedenfalls wünscht sich, dass ihn eine große Anzahl eigener Fans an die Saale mitbegleitet und das Team lautstark unterstützt. Anwurf ist um 17 Uhr.