Oschersleben (dei). Das letzte Punktspiel der Handball-Bezirksliga-Saison 2010/11 hat der SV Lok Oschersleben gegen die SG Eintracht Glinde II 29:32 (13:15) verloren.

Die Lok-Mannschaft kann gegen Glinde einfach nicht gewinnen. Ehe sie sich versah, lag sie 1:4 in Rückstand. Dann waren die Bodestädter dran und zeigten, dass sie noch kämpfen können. Denn aus dem klaren Rückstand erspielten sie sich eine 7:5-Führung. Die allerdings hielt nicht lange. Technischen Fehlern geschuldet, gelangten die Gäste immer wieder in Ballbesitz und nutzten diese, um auf 10:8 davonzuziehen. Noch einmal kam Oschersleben auf und schaffte das 10:10-Unentschieden. Dann gab es wieder eine Phase, in der den Lok-Handballern einfach nichts gelingen wollte. Beste Torwurfmöglichkeiten verstrichen ungenutzt. Hinzu gesellten sich viele technische Fehler und die diesmal ungenügende Deckungsarbeit. Glinde nutzte das eiskalt und legte ein 14:10 vor. Bis zum Halbzeitpfiff war Oschersleben beim 13:15 noch nicht in allzu großer Not.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit glich Lok zweimal aus - 15:15 und 16:16. Ab er 43. Minute ergriff die Heimsieben die Initiative und legte endlich wieder einen Vorsprung hin - 23:21. Lok hatte sogar die Chance, den Vorsprung weiter auszubauen. Aber wieder wurden beste Möglichkeiten vergeben. Das sollte sich zum Ende der Partie rächen. Glinde übernahm wieder die Führung und verteidigte diese erfolgreich bis zum Schlusspfiff einer umkämpften Partie. Damit vergab Oschersleben die minimale Chance, den Wiederaufstieg in die Handball-Verbandsliga zu schaffen.

In die Unzufriedenheit ob der Niederlage haderten die Oschersleber auch mit der Leistung der Halberstädter Unparteiischen. Aber an der Heimpleite sind die Bodestädter selber schuld. Ursache waren die ungenügenden Abschlüsse beim Torwurf, eine schwache Abwehrleistung und unerklärlich viele Fehler im Spielaufbau.

In der Niederlage bewies Lok-Trainer Roland Eisenkolb Größe und zeigte sich gewohnt sachlich: "Ich kann meiner Mannschaft in Sachen Kampfgeist und Einsatz keinen Vorwurf machen. Wir haben versucht, das Beste zu geben. Diesmal hat es noch nicht gereicht, deswegen werden wir den Kopf aber nicht in den Sand stecken und im kommenden Jahr wieder angreifen. Wir müssen uns stärker auf mannschaftliche Geschlossenheit und Teamgeist konzentrieren, dann werden sich Erfolge einstellen."

SV Lok Oschersleben: Fichtner, Pierschalla - Hilliger (6), Schwarz (2), Garnatz, Müller (2), Schannor (1), Garbaczok (4), D. Fischer (3), T. Fischer (5), Bentsch, Armbrüster, Levec (2), Trojahn (4).

Siebenmeter: Oschersleben 4/4, Glinde 7/6. Zeitstrafen: Oschersleben 8, Glinde 7.