Oschersleben l Frei nach dem Minimalprinzip „Ein gutes Pferd springt nicht höher als es muss“ hat der Ummendorfer SV am Sonnabend das Endspiel gegen den 1. FC Oebisfelde nur knapp 1:0 gewonnen.

Der favorisierte Kreismeister, der mit diesem Erfolg das Double perfekt machte, tat sich gegen den Kreisliga-Vertreter aus dem Norden des Landkreises allerdings schwerer als erwartet.

Oebisfelder ersatzgeschwächt

Die personell ohnehin geschwächten Oebisfelder verloren bereits nach zehn Minuten mit Thomas Stadler verletzungsbedingt einen weiteren Stammspieler. Trotzdem hielten sie mit ihrem kämpferischen Einsatz das Duell lange offen.

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Erst nach einer knappen halben Stunde jubelten die Ummendorfer erstmals – allerdings umsonst. Der Kopfballtreffer von Patrick Burger zählte nicht, weil das Schiedsrichter-Gespann um Gordon Gerhardi dabei ein Aufstützen des USV-Spielers gesehen hatte. Bei weiteren Chancen der Ummendorfer, unter anderem durch Christopher Birke, bekamen die Oebisfelder irgendwie immer wieder ein Bein zwischen Ball und Tor.

Oder aber ihr Keeper Mirko Matz parierte, wie beim Versuch von Neuzugang Dmitrijs Poliscuks (35. Minute) aus der Distanz oder dem Freistoß von Burger, der auch noch von der Mauer abgefälscht worden war (40.). Insgesamt waren die Ummendorfer zwar in der Offensive deutlich aktiver, aber dabei nicht effizient. Auf der anderen Seite lauerten die Oebisfelder auf Kontermöglichkeiten. So konnte sich USV-Keeper Norman Tenneberg bei einem Versuch von Vincenzo Greco auszeichnen.

Als alle schon auf den Pausenpfiff warteten, fiel doch noch das 1:0 für den Favoriten. Einmal mehr hatte sich Birke durchgefummelt, die Gegenspieler auf sich gezogen und dann auf den mitgelaufenen Steven Walther abgelegt, der beim Abschluss leichtes Spiel hatte.

Birke hat Chance zu erhöhen

Hälfte zwei begann mit der guten Möglichkeit für Birke, den Vorsprung zu erhöhen, doch er vergab diese Chance. Auf der anderen Seite lief Jean-Marc Krüger nach einem Freistoß von Richard Francke der USV-Abwehr im Rücken davon, brachte aber den Ball nicht über die Torlinie – es war die beste Chance auf den Ausgleich. Vom Bördeoberligisten kam nicht mehr allzu viel, so blieb es beim knappen Sieg der Ummendorfer.

KFV-Präsident Eckhard Jockisch bedankte sich im Rahmen der Siegerehrung beim ausrichtenden Oscherslebener SC für die gute Organisation. Auch das Finale 2018 wird in Oschersleben stattfinden, denn in der Kreisstadt Haldensleben stünde zwar das Stadion zur Verfügung, aber keine freiwilligen Helfer.