Nach Abschluss der ersten Halbserie in der 1. Männer-Nordliga nehmen Stendals Handballer hinter TuS Magdeburg-Neustadt den zweiten Tabellenplatz ein. Gelingt ihnen in den kommenden Monaten eine konzentriertere Gesamtleistung als 2013, dann könnte es im Spitzenkampf noch spannend werden.

Stendal l Viel aber spricht zunächst einmal dafür, dass die TuS-Mannschaft sich bis zum Saisonende an der Spitze des Klassements behaupten wird.

Nicht nur die um vier Zähler günstigere Minuspunkt-Bilanz als beim HV Lok, sondern auch das bessere Torverältnis (+ 70 gegenüber + 16) sprechen eine deutliche Sprache. Auch die Souveränität, mit der TuS in einigen knifflig zu betrachtenden Partien auftrat, hat den Ausschlag für Platz eins nach der Hinserie gebracht.

Beispiel: Gegen den VfB Klötze, eine bekannter Weise schwierig zu bespielende Mannschaft, erreichten die Landeshauptstädter ein souveränen 31:19-Auswärtssieg. Dagegen taten sich die Männer des HV Stendal gegen die Westaltmärker daheim sehr schwer und spielten 25:25-remis.

Punkte verlor TuS beim 25:25 bei der SG Neuferchau/Kunrau sowie bei der 27:28-Niederlage im Ortsderby beim MSV 90.

Die Magdeburger Derbys insbesondere und das Rückspiel Stendal gegen TuS am 9. Februar 2014) beinhalten die größten Chancen für den Rangzweiten HV Lok, doch noch an die führenden Landeshauptstädter heranzukommen.

Dabei gilt es in der zweiten Halbserie, noch bestehende Reserven herauszulocken. Die bestehen darin, die Abwehrarbeit eindeutig zu verbessern und die Aussetzer im Angriff zu minimieren.

Die große Stärke der Stendaler Mannschaft ist neben der Torhüterleistung das spielzugorientierte Angriffsspiel.

Auf den langzeitverletzten Rene Zürcher (im November operiert) werden die Altmärker weitere sechs Monate verzichten müssen. Dagegen kann der angeschlagene Christian Hornuff demnächst wieder spielen.