Saxonia Tangermünde hat am Sonnabend das Best-of-Turnier im Rahmen des 22. Altmarkpokals der Kreissparkasse Stendal gewonnen. Im Finale bezwang der Landesligist durch Tore von Florian Guhla und Martin Gödecke den SSV Havelwinkel Warnau mit 2:0.

Goldbeck l Zum ersten Mal in diesem Winter spielte Saxonia in Bestbesetzung und wurde seiner hohen individuellen Qualität zumindest spät im Turnier gerecht. Der Erfolg unter dem Hallendach könnte eine Initialzündung sein, für eine Mannschaft, die sich bisher zu selten als eine solche präsentierte und in der Landesliga noch um den Klassenerhalt kämpft.

Der spätere Sieger qualifizierte sich als Gruppenzweiter (siehe unten stehender Text) für die Semifinals. So kam es bereits in der Runde der letzten Vier zum erwarteten Finale gegen den 1. FC Lok Stendal. Das Körner-Team trat in Goldbeck erneut mit einer blutjungen Truppe (u.a. Jonas Lehmann, Richard Liebisch) an, musste zudem seit Mitte der Gruppenphase auf Benedikt Nellesen verzichten und wurde im Halbfinale für seine Fehler eiskalt bestraft. Die frühe Führung von Martin Gödecke nach 25 Sekunden glich Lukas Breda nach vier Minuten aus. Tangermündes Dave Kuß, der sonst ein starkes Turnier spielte und durchaus zurecht als bester Keeper geehrt wurde, ließ den Ball durch die Hosenträger rutschen. Benjamin Arlt (5.) und Marcel Werner (8.), der nach einem Ballverlust das leere Tor traf, brachten Saxonia auf die Siegerstraße. Doch Lok antwortete prompt, verkürzte durch Marius Weihrauch postwendend. Beim 3:2 blieb es bis kurz vor dem Ende, dann machten Andy Borchert (20 Sekunden vor Schluss) und Florian Guhla den Finaleinzug von Saxonia endgültig perfekt.

Warnau schaltet Möringen aus

Weniger packend verlief das zweite Halbfinale. Der Möringer SV, der mit Philipp Kühne den besten Torschützen und sicherlich auch einen der besten Spieler des Turniers stellte, konnte zu Beginn eine Überzahlsituation nicht nutzen und wurde im Schlussspurt vom SSV Havelwinkel Warnau bestraft. Johannes Pfüller (8.), Jürgen Betker (10.) und Kevin Beyer (12.) schossen die Warnauer, die lautstark unterstützt wurden, ins Endspiel.

Vor dem großen Finale entschied der 1. FC Lok Stendal das Neunmeterschießen um den dritten Platz mit 5:4 für sich. Möringens Tobias Trefflich avancierte zur tragischen Figur. Gleich zweimal scheiterte er an Lok-Torhüter John Ziesmann. Für Lok verschoss nur Lukas Breda im ersten Durchgang. Im Endspiel bestimme Saxonia das Spielgeschehen. Warnau, das nach der Verletzung von Stefan Schulz nur zwei Wechsler hatte, wirkte zunehmend müde. Florian Guhla brachte Tangermünde nach sechs Minuten in Führung. Dabei blieb es bis kurz vor Schluss, auch weil Warnau nur die Latte traf (10.) und Saxonia seine Chancen nicht nutzte.

In den letzten Sekunden des Best-of-Turniers verwandelte Schlitzohr Martin Gödecke eine Ecke direkt und Saxonia durfte den verdienten Sieg feiern.

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