In der Handball-Verbandsliga Nord hat sich die Mannschaft der HSG Osterburg am Sonnabend im Heimspiel gegen das Team von Eiche Biederitz knapp mit 27:26 durchgesetzt.

Osterburg l Nachdem es im Vorfeld Fragen um die Austragung der Partie gab - Biederitz hatte angeblich Probleme, ein spielfähiges Team zu stellen -, konnten die Gäste dennoch eine Mannschaft mit insgesamt zwölf Akteuren aufbieten, die dem Gastgeber körperlich überlegen war.

Biederitz ging auch mit 1:0 in Front, doch die Osterburger glichen durch Linksaußen Florian Skorz, allerdings erst in der fünften Spielminute, zum 1:1 aus.

Danach ging der Gastgeber durch den zumeist auf der Rechtsaußenposition eingesetzte Paul Zierke in der 13. Spielminute mit 6:3 in Front. Doch die Biederitzer ließen sich nicht abschütteln. Sie waren wacher als die zunächst eher ohne groß sichtbares Engagement operierenden Gastgeber und holten auf.

Kurz vor der Halbzeitpause gingen die Eiche-Männer erneut in Front. 11:10 hieß es in der 27. Minute für sie. Zwar glich HSG-Spielertrainer Sebastian Papendiek kurz danach aus, doch die Gäste gingen mit einer 12:11-Führung in die Halbzeitpause. Eine Steigerung des Gastgebers war zweifellos nötig, um den Sieg davon zu tragen. In der Abwehr wurden die Osterburger bis dahin einfach zu oft schlicht überworfen und in der Offensive gab es zu viele Fehlwürfe.

In der zweiten Spielhälfte gelangen besonders die Angriffsbemühungen besser als in der ersten Halbzeit. Zierke glich zum 12:12 aus. Danach wurde es lebhafter auf dem Spielfeld. Das Tempo der Begegnung stieg an, es wurde auch "körperlicher".

Nach gut 40 Spielminuten agierten fünf Osterburger Feldspieler gegen nur drei Biederitzer und holten nach Treffern von Zierke, Philipp Kiebach (1. Treffer) und Skorz ein 17:14 heraus. Danach aber gab es eine doppelte Überzahl für die Gäste. Die Folge war ein 17:17-Unentschieden in der 44. Spielminute.

Dann aber dominierten die Gastgeber, gingen in der 55. Minute durch den ganz starken Thomas Kuhlmann mit 24:21 in Führung.

Kuhlmann war es auch, der zwei Minuten vor dem Abfiff den Spielstand von 27:24 herstellte. Die Gäste kamen zwar noch heran, doch die Osterburger behielten die Nase in der durchaus hektischen Schlussphase vorn.

Ein Biederitzer Spieler sah in der Endphase der Partie noch den roten Karton der Magdeburger Schiedsrichter, weil er wütend eine Wasserflasche zu Boden warf.

Marco Podas vom Osterburger Trainerteam resümierte: "In der ersten Hälfte haben wir entschieden zu viel verworfen. Zumindest auf diesem Gebiet haben wir uns anschließend verbessert."

Osterburg: Schrödter, Mager - S. Papendiek 2, A. Kuhlmann 1, Zierke 6, Kiebach 3, Th. Kuhlmann 9, Skorz 4, Krüger, Hahne, Braune, Krause 2.